Die Geschichte der FF Tribuswinkel

Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Tribuswinkel, ihr weiterer Aufbau und das Vereinsleben bilden einen wesentlichen Bestandteil der Ortsgeschichte in den letzten 125 Jahren.

Auch heute noch fühlt sich die Bevölkerung von Tribuswinkel mit ihrer Feuerwehr eng verbunden, denn sie sieht in ihr den schlagkräftigen Helfer in Not und Gefahr.

Werfen wir zunächst einmal einen kurzen Rückblick in das Gründungsjahr 1872.

In dem rein ländlichen Ort lebten seine Bewohner still und friedlich. Sie pflegten ihre Äcker, Wiesen und Weingärten, schätzten das Brauchtum und führten ein geselliges Dasein.

Flächenmäßig war das Gemeindegebiet größer als die heutige Katastralgemeinde, da auch der Ort Oeynhausen zu seinem Verband gehörte (bis 1920). Die Volkszählung von 1869 weist einen Einwohnerstand (mit Oeynhausen) von 1.100 Seelen aus. Die Volkszählung von 1971 ergab für Tribuswinkel einen Bevölkerungsstand von 2.374.

Als Bürgermeister von 1867 bis 1876, also auch im Gründungsjahr, fungierte Alois Mosheimer. Rund um den Kirchenplatz gruppierte sich der Ortskern, der sich strahlenförmig entlang der Sängerhofgasse (eigentlich Sengerhofgasse), Badener Straße, Josefsthaler Straße, Traiskirchner Straße und Oeynhausner Straße erweiterte.

Die aus dem Jahre 1732 stammende Pfarrkirche hatte damals noch einen Zwiebelturm. Dicht neben ihr stand die Volksschule, die ab 1876 als Gemeindehaus und vorübergehend auch als Postamt diente. Bis dahin hatte nämlich der Bürgermeister in seinem eigenen Hause ein Amtslokal zur Verfügung zu stellen, in dem auch die Gemeinderatssitzungen abgehalten wurden.

Das Schloss, ein Zeuge längst vergangener Zeiten, lag im Besitz des Barons Doblhoff. Der Sengerhof, benannt nach dem früheren Besitzer Senger, war ein Besitz der Ortsherrschaft und diente den herrschaftlichen Feldarbeitern als Mietzinswohnung.

An dem mitten durch den Ort fließenden Mühlbach standen drei Mühlen: die Schlossmühle (nachmals Stärkefabrik), die Hansymühle (nachmals Kakaofabrik) und die Fürstenmühle (Heute Fackelfabrik Buryan).

Gerade um diese Zeit wurde Tribuswinkel mehrmals von entsetzlichen Brandkatastrophen heimgesucht. Im Jahre 1866 brannte das Gemeindegasthaus samt den anstoßenden Häusern ab. 1872 ging der "Sengerhof" in Flammen auf. 25 Häuser sowie die Stall- und Wirtschaftsgebäude im Schloss wurden dabei eingeäschert.

Daraufhin fassten die sieben beherzten Männer:

  • Josef Zahlbruckner,
  • Leopold Bartmann,
  • Franz Bartmann,
  • Franz Achauer,
  • Leopold Reiter,
  • Georg Reiter und
  • Ferdinand Arbeiter

den Beschluss, eine Freiwillige Feuerwehr in Tribuswinkel zu gründen.

Als Gründungstag scheint der 5. Oktober 1872 auf .

Karl Bartmann wird zum ersten Kommandanten gewählt.

Der Gründer Josef Zahlbruckner wurde Stellvertreter und Schriftführer und war dies 34 Jahre lang.

Das erste notdürftig eingerichtete Requisitenhaus stand auf dem Kirchenplatz, links neben dem Mühlbach (vor kurzen noch Kaufhaus Patleych. Der Gerätebestand war äußerst bescheiden. Mit einer Handdruckspritze, Schläuchen und einigen Kleingeräten wurde das Auslangen gedeckt. Erst 17 Jahre später konnte ein Mannschafts- und Gerätewagen angekauft werden.

Nachdem auch in den Nachbarorten schon freiwillige Feuerwehren bestanden, legte man aus organisatorischen Gründen einzelne Löschbezirke fest. Die FF Tribuswinkel gehörte zu dem Löschbezirk, der sich von Sooss bis Gumpoldskirchen erstreckte. In erster Linie galten die Einsätze dem Schutz der Bevölkerung in den Orten selbst, daneben aber auch immer häufiger den Kleinbetrieben entlang des Wiener Neustädter Kanals, die nicht selten die lebensnotwendigen Arbeitsstätten der Bevölkerung darstellten.

Schon wenige Jahre nach der Gründung der "Freiwilligen Feuerwehr" mussten sich die Männer im Kampfe gegen das Naturelement "Feuer" hart bewähren.

1874

Am 20. September 1874 traf ein Brand die Häuser gegen den Friedhof und durch ein Flugfeuer die rechtsseitigen Häuser am Kirchenplatz bis zur Schlossallee. Fünf Häuser brannten vollständig nieder.

1877

Um die Mittagszeit des 29. August 1877 entstand ein Brand in einem Wirtschaftsgebäude neben dem Pfarrhof. Es brannte der Pfarrhof, das Kirchendach samt dem Kirchturm ab. Durch die riesige Hitze schmolzen die Glocken. Der Feuersbrunst fielen auch das benachbarte alte Schulgebäude, das Wagner-, Schmied- und Binderhaus zum Opfer.

Zwei Jahre lang stand die Kirche als Brandruine da. Die Gemeinde hatte nun viele finanzielle Opfer zu bringen, um die Brandstätten aufzubauen und die entstandenen Schäden zu beheben.

1879

Am 1.9.1879 wird Weislein Franz zum Kommandanten gewählt.

1881

Tragisch endete ein Brand im August des Jahres 1881, als bei einem Hausbrand auch der Tod eines Kindes zu beklagen war.

1882

Im Gasthaus Osterer wird eine Brandmeldestelle eingerichtet.

Am 4.2.1882 wird Bartmann Leopold neuer Kommandant der Feuerwehr Tribuswinkel. Er wird diesen Posten 30 Jahre lang, bis 25.2.1912 ausfüllen. Er ist somit in der Geschichte der FF Tribuswinkel der dienstlängste Kommandant.

1883

Das Jahr 1883 brachte für die Freiwillige Feuerwehr besonders viele Einsätze. Elfmal mussten die Wehrmänner in diesem Jahr vorwiegend zu Scheunenbränden ausrücken. In den folgenden Jahren aber blieb die Bevölkerung vor größeren Bränden verschont.

1885

Es gab eine Belobigung und Anerkennung der Feuerwehr durch Kronprinz Rudolf.

1889

Bezirksfeuerwehrtag. Es wurde ein Mannschaftswagen und ein Gerätewagen angeschafft.

1892

Am 1.Oktober. 1892 wurde das Feuertelefon im Gasthaus Osterer eingerichtet.

1897

Am 30.Juli 1897 gab es Hochwasseralarm als die Schwechat aus den Ufern trat.

Am 1. Aug. 1897 feierte die Feuerwehr ihr 25-jähriges Gründungsfest.

Josef Zahlbruckner und Karl Bartmann wurden Ehrenbürger von Tribuswinkel..

1899

Der 4. November. 1899 war ein schmerzlicher Tag in der Feuerwehr, ihr Gründer Josef Zahlbruckner ist verstorben.

1901

gab es im gesamten Löschbereich keinen einzigen Brand. Erst vier Jahre später gingen zwei Häuser auf dem Kirchenplatz (Bartmann-Häuser) in Flammen auf. Nur der rasche und mutige Einsatz der Feuerwehrmänner verhinderte eine größere Katastrophe.

1912

Die 30-jährige Führung der Feuerwehr unter Kommandant Bartmann Leopold geht zu Ende. Am 25.2.1912 wird Osterer Leopold zum neuen Kommandanten gewählt. Es wurden keine leichten Jahre, denn er musste die Feuerwehr durch die Wirren des ersten Weltkrieges führen.

Auch im geselligen Bereich sorgten die Wehrmänner für Frohsinn und gute Laune. So wurden mehrmals Festkneipen abgehalten, z.B. auch beim 40-jährigen Gründungsfest am

5. Oktober. 1912. Bei diesen Veranstaltungen erzielte man meistens einen kleinen Reingewinn, der vorwiegend zum Ankauf neuer Ausrüstungsgegenstände verwendet wurde.

Einen betrüblichen Rückschlag brachte der 1. Weltkrieg mit sich. Die bitteren Ereignisse dieser Zeit zogen die Bevölkerung, den Ort und natürlich auch seine Feuerwehr in Mitleidenschaft. Gegen 300 Männer im Alter von 18 bis 50 Jahren wurden zur Verteidigung des Vaterlandes aufgerufen. Aus diesem Grund konnte der Feuerwehrdienst nur provisorisch von älteren Männern, Jugendlichen und auch Frauen aufrechterhalten werden.

Zwischenkriegszeit u. 2. Weltkrieg

Not und Elend kennzeichnen den Beginn der 1. Republik Österreichs. Auch die Feuer-wehr stand praktisch vor dem nichts.

Dennoch gelang es ideal gesinnten Männern, den Gedanken der Nächstenliebe in der Bevölkerung zu beleben und die Feuerwehr neu aufzubauen.

1921

Bei der Wahl am 20.2.1921 wird Locker Karl neuer Kommandant der FF Tribuswinkel. Er war auch Bezirksfeuerwehrrat. Er hatte diesen Posten 20 Jahre lang, bis 1942. Die letzten Jahre wurden auch sehr schwierig, den es waren die ersten Jahre des zweiten Weltkrieges.

1922

Anlässlich des 50-jährigen Gründungsfestes am 27. August 1922 konnte sogar dank der Gebefreudigkeit seitens der Gemeinde und der Spendenbereitschaft der Bewohner von Tribuswinkel eine neue pferdebespannte Motorspritze angekauft und in Betrieb gesetzt werden.

In den nächsten Jahren wurde die Freiwillige Feuerwehr Tribuswinkel zu mehreren Brandeinsätzen gerufen. Am 24.4.1929 brach in der Spinnerei ein gefährlicher Brand aus und am 22.7.1932 wütete das Feuer wieder einmal auf dem Kirchenplatz in den Häusern Schlager und Skrianz.

1936

Um der technischen Entwicklung auch auf dem Gebiete der Brandbekämpfung Rechnung zu tragen, erstand man 1936 das erste motorisierte Löschfahrzeug, welches mit einer Tragkraftspritze ausgestattet war.

1937

LOCKER Karl sen. wird wieder zum Kommandanten gewählt.

1938

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich erfolgte die Auflösung der FF Tribuswinkel. Gleichzeitig wurde die Freiwillige Feuerwehr in die deutsche Hilfspolizei, die unter dem Kommando eines Wehrführers stand, eingegliedert. Tribuswinkel wurde der Wehrführung von Traiskirchen unterstellt.

1942

übernahm BARTMANN Josef die Führung als Kommandant in Tribuswinkel.

Den Notdienst während der Kriegsjahre versahen in erster Linie ältere Männer, Jugendliche und die durch Verwundung nicht mehr kriegseinsatzfähigen Heimkehrer. Ihr Einsatz galt vorwiegend der Behebung von Bombenschäden.

1945

noch während der letzten Kriegstage wurde das Löschfahrzeug und sämtliche andere Feuerwehrgeräte verschleppt.

1946

stellte Kommandant BARTMANN Josef Nachforschungen in der näheren und weiteren Umgebung an, doch leider konnten weder das verschleppte Fahrzeug noch Gerätschaften aufgefunden werden.

Die allgemeine Entspannung nach den Wirren des Krieges, die Überwindung der ärgsten Nöte und das Zusammenhalten aller Österreicher, brachte allmählich ein Normalisierung der wirtschaftlichen und politischen Lage. Dies spiegelte sich auch im Vereinsleben unserer Feuerwehr wieder.

1947

Neuer Kommandant ist Leopold Fankl sen.

Als erste Anschaffung nach dem Krieg wird ein Autoanhänger angekauft.

1948

So konnte schon anlässlich des 76-jährigen Gründungsfestes im Jahre 1948 ein LKW (Ford) aus Wehrmachtsbeständen erworben werden. Feuerwehrmänner und Handwerker aus Tribuswinkel bauten das Fahrzeug zu einem Löschwagen um damit war der Freiwilligen Feuerwehr die nötige Einsatzfähigkeit wieder gegeben. Weiters erfolgte die Montage einer Sirene auf dem Dach der alten Volksschule.

1949

Es ging ein lang gehegter Wunsch "Die Beschaffung neuer Uniformen" in Erfüllung.

Auch wurden drei Feuerlöschbrunnen gebaut.

1950

Karl Broschek wird zum neuen Kommandanten gewählt.

Das Aufbauwerk innerhalb der Feuerwehr wurde ständig forciert, z.B.: durch die Anschaffung eines Schaumlöschgerätes und den Umtausch des alten Aggregates. Der Autoanhänger wurde verkauft.

1952

Zum 80-jährigen Gründungsfest 1952 erfolgte die Weihe eines neu angekauften Löschfahrzeuges Marke Mercedes.

1953

Ein lang gehegter Wunsch wird realisiert. Es wird mit dem Bau eines Schlauchturmes begonnen.

1954

Teilnahme der FF Tribuswinkel bei der Glockenweihe der Pfarre Tribuswinkel. Es wurden neue Feuerwehrhelme angekauft. Und zwar der sogenannte Wienerhelm.

1955

Durch die Mitarbeit der Feuerwehrmänner und die finanzielle Unterstützung seitens der Gemeinde und der Landesregierung konnte der Schlauchturm fertiggestellt werden.

Am 8. Mai wurde er feierlich seiner Bestimmung übergeben.

Zu diesen Festakt konnte Kommandant Karl Broschek den Landesfeuerwehrkommandanten Karl Drexler begrüßen. Zum Dank für das erwiesene Verständnis wurde Bürgermeister Josef Hoffmann anlässlich der feierlichen Inbetriebnahme des Schlauchturmes im Schulhof, mit der Überreichung der "Floriani-Plakette", durch Karl Drexler geehrt. Der Bürgermeister dankte den Feuerwehrmännern insbesondere den Kommandanten Karl Broschek und seinem Stellvertreter Karl Locker und ehrte Sie mit der Überreichung von Diplomen und einer Ehrennadel.

Oftmalige Hochwassereinsätze an der Schwechat veranlassten die Gemeinde, die Feuerwehr mit einer Schlammpumpe auszustatten. Um die Löschwasserversorgung jenseits der Badner Bahn sicherzustellen, wurde unter den Schienen eine Schlauchrinne errichtet. So konnte das Löschwasser bei Bränden im Josefsthal bzw. im sogenannten Brettldorf (Doblhoffgasse, Doragasse) vom Mühlbach entnommen werden und die Schlauchleitungen mussten nicht über die Geleise der Bahn verlegt werden.

1957

Zahlreiche Kameraden haben an einer Blutspendeaktion teilgenommen.

1958

brach in der vormaligen Tischlerei Osterer (heute Frais) in der Sängerhofgasse ein bedrohlicher Großbrand aus. Da der Brand durch den herrschenden Weststurm sehr begünstigt wurde, konnte ein Übergreifen auf den Dachstuhl des benachbarten Kaufmanngeschäftes nicht verhindert werden. Bereits drei Minuten nach der Brandmeldung durch den Dachdeckermeister Schreiner waren die ersten Löschkräfte an der Einsatzstelle. Nur durch das rasche und beherzte Eingreifen der Feuerwehrmänner sowie durch den Einsatz der modernen Geräte konnte eine noch größere Katastrophe verhindert werden.

Der allgemeine Anstieg des Wohlstandes und die immer weiter fortschreitende Tech-nisierung nach den Jahren der Staatsvertragsunterzeichnung gestatteten auch der Feuerwehr eine wesentliche Modernisierung ihrer Einrichtung und Ausstattung.

1959

In diesem Jahr hat unsere Wehr bei der Brandbekämpfung von zahlreichen Waldbränden in der Umgebung von Tribuswinkel teilgenommen.

1960

Durch den Bau der Wasserleitung und der Aufstellung von Hydranten konnte die Löschwasserversorgung im Ortsgebiet deutlich verbessert werden.

Es wurden auch neue Schläuche angekauft.

1961

Am 26. Februar fand die Hauptversammlung der FF Tribuswinkel statt. Da der bisherige Kommandant Karl Broschek aus gesundheitlichen Gründen das Kommando nicht mehr übernehmen konnte, wurde Leopold Fankl jun. neuer Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Tribuswinkel. Als sein Stellvertreter wurde Ernst Fürst gewählt. Karl Broschek wurde für seine Verdienste zum Ehrenhauptmann ernannt. Fankl Leopold stand 20 Jahre lang der Feuerwehr als Kommandant vor. Sein Engagement für die Feuerwehr war sehr groß, so wurde er auch Kommandant der 2. F.u.B. Bereitschaft, Unterabschnittsfeuerwehrkommandant und Bezirksfeuerwehrrat.

Außer der Anschaffung verschiedener Funktionsgeräte und Monturen wurde im Jahre 1961 die Einführung einer wöchentlichen Sirenenprobe beschlossen.

Diese wurde jeden Samstag um 12 Uhr mittags vom Sirenenwart, Herrn Karl Osterer durchgeführt und diente der besseren Überprüfung der Alarmanlage.

Die Brandmeldestelle wurde wieder (erstmals 1892) im Gasthaus Osterer eingerichtet. Da sich auch das örtliche Telefonnetz zusehends verdichtete, erhielten alle Telefonbesitzer in Tribuswinkel Tafeln mit den Rufnummern der Feuerwehr, Rettung und Gendarmerie. Die Fahrzeugausrüstung wurde auch verbessert. Es wurden Handscheinwerfer, verschiedene Strahlrohre sowie ein Vulkanisiergerät für die Reparatur schadhafter Schläuche angekauft. Auch wurde die Neuanschaffung von Feuerwehrblusen (offene Fasson), Mützen und Mäntel durchgeführt.

1962

im 90-jährigen Bestandsjahr kaufte die Gemeinde Tribuswinkel für die Feuerwehr ein zweites, schnelleres Einsatzfahrzeug (VW-Bus) Baujahr 1960 an.

Das alte Löschfahrzeug Ford wurde an einen Alteisenhändler verkauft.

In diesem Jahr kam es auch zu einem Großbrand in der Josefsthaler Weberei.

1963

Im Jahre der Markterhebung, feierte die FF Tribuswinkel anlässlich des Bezirksfeuerwehrtages in Tribuswinkel gleichzeitig auch das 90-jährige Bestandsjubiläum. Der Bezirksfeuerwehrtag wurde am Sonntag dem 1.September bei strahlend schönem Wetter abgehalten. Schon am frühen Morgen wurde die Tribuswinkler Bevölkerung durch die flotten Märsche der Musikkapelle geweckt. Um 8:30 Uhr zelebrierte der geistliche Rat Pfarrer Johann Amon auf einer Wiese außerhalb des Schlossgrundes eine feierliche Messe. Die Musikkapelle des AMV Tribuswinkel unter dem Kapellmeister Zergatsch spielte die "Deutsche Messe" von Franz Schubert. Nach der Messe wurde die Weihe des neuen Fahrzeuges vollzogen. Als Patin fungierte die Gattin des Bürgermeisters Frau Else Fuhrmann. Am Abend fand in der Kirche ein feierliches Requiem mit Libera statt, bei dem Pfarrer Johann Amon in einer sinnvollen Ansprache der verstorbenen Feuerwehrkameraden gedachte. Anschließend an diese Feier wurde im Rahmen einer Festversammlung die in Josef Osterers Gasthaussaal stattfand, die Ehrung verdienter Feuerwehrmänner vorgenommen. Mit einem Diplom und einem Geschenk für 40jähige Zugehörigkeit wurde Schriftführer Ferdinand Rzidky und die OFM Franz Grim und Andreas Philipp geehrt. Als Anerkennung für seine Verdienste wurde dem Bürgermeister von Tribuswinkel, Herrn Ing. Leopold Fuhrmann, die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Nach der Ehrung sprachen Bezirksfeuerwehrkommandant Johann Stiastny und der Ehrenlandesfeuerwehrkommandant Karl Drexler Worte der Anerkennung und des Dankes und überbrachten die Grüße des Landesfeuerwehrkommandanten und Polizeipräsidenten "Joschi" Holaubek. Mit viel Beifall wurde sodann ein sinnvolles Gedicht, verfasst von Franz Doubrawa aufgenommen. Es wurde von den Schulkindern Anna Bartmann und Hansi Rosegger sehr hübsch vorgetragen.

1964

Als eine der ersten Feuerwehren im Bezirk Baden war unsere Freiwillige Feuerwehr mit einem Funkgerät ausgestattet. Damit konnte nicht nur die rascheste Verbindung mit der Funkzentrale in Baden hergestellt, sondern auch die örtlichen und nachbarlichen Einsätze gezielter durchgeführt werden. Für den Ankauf des Funkgerätes spendete Bauunternehmer Franz Bauer einen namhaften Geldbetrag, er wird unterstützendes Mitglied der Feuerwehr.

1965

Seit 1965 besteht zwischen der Feuerwehr Traunkirchen in Oberösterreich und unserer Wehr ein inniges freundschaftliches Verhältnis, das im Jahre 1972 mit der Überreichung einer Partnerschaftsurkunde bekräftigt wurde.

Ankauf eines gebrauchten Tragkraftspritzenanhängers mit vier Saugschläuchen und eines leichten Löschfahrzeuges "Mercedes" von der Betriebsfeuerwehr Semperit. Das bisherige Löschfahrzeug wurde verschrottet. Weiters wurde eine Unterwasserpumpe angekauft. Bei einem Großbrand in der Strumpffabrik konnten sich die Männer der Feuerwehr Tribuswinkel wieder bewähren.

Am Montag den 10. Mai kam es in der Badener Str. 31 (Strumpffabrik) infolge eines schadhaften Rauchfanges zu einem Großbrand. Beim eintreffen der ersten Löschkräfte aus Tribuswinkel stand das ca. 650m2 große Dach in Vollbrand. Alle umliegenden Feuerwehren beteiligten sich an der Brandbekämpfung.

1966

Teilnahme der Feuerwehr bei der Eröffnung und Weihe des neuen Rathauses in der Bahngasse. Bei der Firma Haberkorn wurde ein Schlauchtrockenschrank bestellt.

1967

Das Gerätehaus auf dem Kirchenplatz (alte Volksschule) entsprach nicht mehr den gegebenen Anforderungen, daher wurde nach eingehenden Vorgesprächen der Neubau eines zeitgemäßen Gerätehauses in der Oeynhausner Straße 10 geplant. Im Herbst war bereits der Rohbau fertiggestellt. Nach ein-jähriger Bauzeit war das neue Feuerwehrhaus vollendet.

1968

Bei der Übergabe und Weihe des Gebäudes wurde dem Herrn Bürgermeister Ing. Leopold Fuhrmann die "Floriani-Plakette" überreicht. Teilnahme an der 600 600-Jahr-Feier der Pfarre Tribuswinkel.

Am 19. Sept. geriet in der Schokoladefabrik De Jong Kakaopulver in Brand. Da das Ablöschen sehr schwierig war, musste das Kakaopulver unter Verwendung von schwerem Atemschutz ausgeräumt werden.

1969

Hauptfeuerwehrmann Unger Ludwig wird anlässlich seiner 50-jährigen Dienstzeit zum Ehrenmitglied ernannt. Zwischen dem Gerätehaus in der Oeynhausner Straße, den Sirenenschaltkästen am Kirchenplatz und dem Gasthaus Osterer wird eine Gegensprechanlage errichtet. Weiters werden beim Gerätehaus und der Volksschule am Kirchenplatz Notrufmelder installiert.

Der Bezirksfeuerwehrtag und der Bezirksleistungsbewerb wird in Tribuswinkel abgehalten.

1970

Mit Inkrafttreten des neuen "NÖ Feuer- Gefahrenpolizei u. Feuerwehrgesetz" (NÖFGG) erfolgte die Überführung der freiwilligen Feuerwehren aus dem Vereinsverband in die "Körperschaft öffentlichen Rechts". Beim Bezirksleistungsbewerb in Kottingbrunn erringt die Wettkampfgruppe unserer Wehr den 1. Preis.

Am 8. April ging in der Doragasse 7 ein Holzschuppen in Flammen auf. Durch die vor einigen Jahren aufgestellten Hydranten konnte der Brand rasch gelöscht werden.

Am 15. Juli kam es in Baden - Mitterberg zu einem Waldbrand. Hier leistete unsere Feuerwehr wieder einmal Löschhilfe bei einer der Nachbarwehren.

1971

Beim Landesfeuerwehr-kommando wird um die Ankaufsgenehmigung und eine Subvention für ein Tanklöschfahrzeug eingereicht. Damit nahm ein lang ersehnter Wunsch konkrete Formen an. Nach positiven Bescheid erfolgte im Februar die Bestellung des TLF, Type Mercedes 2000, bei der Fa. Rosenbauer in Wien.

Die Feuerwehr beginnt mit der Sammlung von Altpapier im Ortsgebiet von Tribuswinkel. Der Ertrag wird für die Mitfinanzierung des Fahrzeuges verwendet. In den nächsten zwanzig Jahren wird diese Aktion jährlich wiederholt.

1972

Auf Grund des Kommunalstrukturverbesser-ungsgesetzes 1971 hat der NÖ. Landtag Gemeindezusammen-legungen beschlossen. Darunter fiel auch der Zusammenschluss unserer Marktgemeinde mit der Stadtgemeinde Traiskirchen.

Mit Wirksamkeit vom 1. Jänner 1972 wurden Traiskirchen, Tribuswinkel und Oeynhausen zur Großgemeinde Traiskirchen erklärt.

In der ersten Gemeinderatssitzung nach der Gemeinderatswahl am 19. März 1972 wurde der bisherige Bürgermeister von Traiskirchen, Herr Alois Jirovetz, zum Bürgermeister der neuen Großgemeinde gewählt.

Beim Florianitag in Teesdorf erhielten Hauptbrandinspektor Leopold Fankl das Verdienstzeichen II Klasse und Verwalterstellvertreter Alfred Rzidky das Verdienstzeichen III Klasse des NÖ Landesfeuerwehrverbandes. Die Kameraden Ferdinand Bartmann und Viktor Schindler erwarben das Leistungsabzeichen in Gold. Die Lieferung des neuen Löschfahrzeuges Mercedes 2000 von der Fa. Rosenbauer erfolgte am 12.6.1972. Dazu seien einige technische Daten und Zusatzgeräte angeführt: Dieselmotor, Allradantrieb, feuerwehrtechnischer Aufbau, Wasserbehälter mit 2000 Liter Inhalt, Pumpe für Hochdrucknebel, eingebaute Motorseilwinde, schwere Atemschutzgeräte, verschiedene Arten von Schläuchen, Hochdruck und Schaumstrahlrohre, Steckleiter und Funkgerät. Die Kraftfahrer und Maschinisten wurden sofort eingeschult.

Am 9. und 10 September 1972 feierten wir das 100-jährige Gründungsfest, wobei die Segnung des Tanklöschfahrzeuges 2000 durch Pfarrer Johann Amon vorgenommen wurde. Als Dank für die stets großzügige Unterstützung der Feuerwehr wurde Frau Maria Bauer, Bauunternehmerin, die Urkunde über die Ehrenmitgliedschaft in der Feuerwehr Tribuswinkel überreicht. Seitens des

NÖ. Landesfeuerwehrverbandes wurden diese Verdienste mit der Überreichung der Florianiplakette der höchsten Auszeichnung für Privatpersonen gewürdigt.

Die, bei den im Jahre 1965 stattgefundenen Landesfeuerwehrwettkämpfen in Berndorf geschlossene Freundschaft zwischen den Feuerwehren Tribuswinkel und Traunkirchen/OÖ wird mir der Unterschrift und den Austausch der Partnerschaftsurkunde bekräftigt. Brandrat Karl Stummer der FF-Traunkirchen wird mit dem Verdienstzeichen III Klasse des NÖ Landesfeuerwehrverbandes ausgezeichnet.

Für die 50-jährige Feuerwehrdienstzeit wurden Ehrenverwalter Ferdinand Rzidky und Hauptfeuerwehrmann Andreas Philipp mit dem Ehrenring der Stadt Traiskirchen ausgezeichnet. Als Zeichen des Dankes für die Jahre lange Durchführung der wöchentlichen Sirenenprobe überreicht Kommandant Fankl an Karl Osterer ein Diplom.

1973

beim Abschnittsfeuerwehr-leistungsbewerb errang unsere Wettkampfgruppe den hervorragenden 5. Platz.

In diesen Jahr gab es im Ortsgebiet von Tribuswinkel zum Glück keinen Brandeinsatz. Dennoch waren die Männer bei Bränden in der Linoleumfabrik in Traiskirchen und in den Fleischwerken Lukas Kunz in Baden eingesetzt.

1974

Am 9. März fand erstmals eine gemeinsame Mitgliederversammlung aller fünf Feuerwehren der Stadt Traiskirchen statt. Eine Rundfrage an alle Feuerwehrkameraden ergab, dass diese Art der Jahresversammlung großen Anklang fand und sie für eine Fortsetzung dieser Art der Jahresversammlung sind. Schindler Rudolf erhält das Verdienstzeichen III Klasse des NÖLFV.

Dank der Spenden von Tribuswinkler Firmen konnten 28 Stück Branddienstuniformen angekauft werden.

1975

Im Mai 1975 wurde das 10-jährige Bestehen der Feuerwehrpartnerschaft Traunkirchen-Tribuswinkel mit dem Austausch von Erinnerungsplaketten gefeiert, wobei der Kommandant von Traunkirchen Stummer und der Kommandant von Tribuswinkel Leopold Fankl zu Ehrenkommandanten der jeweiligen Partnerwehr ernannt wurden.

Neben der Festigung der Partnerschaft zwischen den Wehren Traunkirchen und Tribuswinkel wurde aber nicht auf den Ausbau und die Modernisierung der Feuer-wehrausrüstung vergessen.

1976

So wurde zunächst, nach einigen Vorgesprächen mit dem Kommando der FF-Baden und mit Kostenbeteiligung eine Sirenen-Funkfernsteuerung installiert, wobei diese Anlage auch für die einmal geplanten Personenrufempfänger (Piepserl) ausgebaut werden kann. Der Vorteil war, die FF-Baden verfügt über eine dauernd besetzte Funkfixstation und ist daher auch die 24Std. besetzte Feuerwehrzentrale des Bezirkes Baden.

Wilfling Josef erhält das Verdienstzeichen III. Klasse des NÖLFV.

Am 30. Oktober. brach auf der Pfaffstättner Seite der Rennbahn ein Großbrand aus bei welchem auch die FF Tribuswinkel eingesetzt war.

1977

Der Ausbau des Alarmierungsystems konnte mit der vorläufigen Anschaffung von fünf Personenrufempfängern abgeschlossen werden. Die Kosten für die Sirenensteuerung und den Ankauf der fünf Piepserl betrugen 60.000,- Schilling.

Das war ein großer Fortschritt und Vorteil für die Bewohner von Tribuswinkel, denn im Falle eines Brandes oder Unfalles musste man nicht mehr zur Brandmeldestelle (Gasthof Osterer) laufen, sondern konnte telefonisch mit dem Notruf 122 die rund um die Uhr besetzte FF-Baden erreichen, welche dann die Sirenenanlage bzw. die Personenrufempfänger über Funk ausgelöst hat. Die Ausrückzeit der Feuerwehr hat sich dadurch erheblich verkürzt. Weiters konnte durch die Funk-verbindung zwischen den ausgerückten Einsatzfahrzeugen und der Feuerwehrzentrale die Nachalarmierung von anderen Feuerwehren rascher erfolgen.

Aber nicht nur das Alarmierungssystem bedurfte einer Modernisierung, sondern auch das Löschfahrzeug Mercedes, Baujahr 1941. Für dieses Fahrzeug wurde es immer schwieriger Ersatzteile zu bekommen. Wegen der schon sehr schlechten Holzkarosserie welche nicht mehr den Sicherheitsbestimmungen entsprach, musste das Fahrzeug erneuert werden. So ging man daran, an die Aufstellung eines Finanzierungsplanes für den Ankauf eines zeitgemäßen Löschfahrzeuges zu denken.

Nachdem schon im Jahre 1976 Offerte von den verschiedensten Feuerwehrausrüstern eingeholt wurden, entschloss man sich nach sorgfältiger Prüfung der Angebote für ein Fahrzeug der Type Mercedes Diesel 508D/29 und den feuerwehrtechnischen Aufbau von der Fa. Johann Birgfellner, St. Pölten. Nach Vorgesprächen und der Aufstellung eines Finanzierungsplanes mit der Gemeinde, wurde bei der Firma Birgfellner ein leichtes Löschfahrzeug Marke Mercedes bestellt.

Der feuerwehrtechnische Aufbau wurde so gewählt, dass der vom Abschnitt Baden-Land beigestellte Atemluftkompressor und unser eigener Drehstromgenerator ständig mitgeführt werden kann. Die übrige Einrichtung entspricht dem eines normalen leichten Löschfahrzeuges. Die Kosten des Fahrzeuges Fahrgestell mit feuerwehrtechnischem Aufbau und sonstiger Sondereinrichtungen betrugen 434.500,- Schilling. Dieser Betrag wurde durch Subventionen der Stadtgemeinde Traiskirchen, des Landesfeuerwehrverbandes und durch Spenden der Tribuswinkler Firmen und der Bevölkerung aufgebracht.

Das Fahrzeug wurde am 10.Juni 1977 von der Fa. Birgfellner geliefert.

Es verfügt neben der für Einsatzfahrzeuge dieser Art üblichen Grundausrüstung auch über einen Bosch-Strom-generator 220/380 kVA, einen Flutlichtstrahler sowie einen Kompressor zum Füllen der Atemluftflaschen für die schweren Atemschutzgeräte. Mit dieser Zusatzausrüstung ist es möglich, bei Nachteinsätzen unabhängig vom öffentlichen Stromnetz den Einsatzort zu beleuchten bzw. bei Großeinsätzen die Atemluftflaschen gleich am Einsatzort aufzufüllen.

Am 3.Sept.1977 fand im Rahmen des "Tages der Feuerwehren der Stadt Traiskirchen" die offizielle Übergabe und Segnung des Fahrzeuges statt. Als Fahrzeug-patin fungierte Frau Theresia Fuhrmann, die Segnung nahm Pfarrer Johann Amon vor. Bei dieser Feier war Gelegenheit, sämtliche Einsatzfahrzeuge der Wehren der Stadt Traiskirchen zu besichtigen.

1978

tätigten wir den Ankauf von weiteren elf Stück Personenrufempfängern (Piepserl). Mit der Installierung der Funk-Sirenensteuerung über den Feuerwehrnotruf 122, den zwei Brandmeldern beim Kultur-heim am Kirchenplatz sowie beim Feuerwehrhaus in der Oeynhausner Straße und den Betrieb von nunmehr 16 Piepserl glauben wir die derzeit optimale Alarmierungsmöglichkeit der Feuerwehr Tribuswinkel erreicht zu haben.

1979

wurde nach Absprache mit dem zuständigen Feuerwehrkommando und der Gemeindevertretung auch im Feuerwehrhaus Traiskirchen eine Ruftaste zwecks Funkauslösung der Piepserl installiert. Somit kann die FF Tribuswinkel sowohl über den Notruf 122 als auch bei Einsätzen im Stadtgebiet von Traiskirchen vom Kommandoraum der FF-Traiskirchen alarmiert werden.

1980

Es wurde die Bildung von Rücklagen für die auf uns zukommende Neuanschaffung eines Mannschaftsfahrzeuges beschlossen. Daneben mussten Geldmittel für die Wartung und Instandhaltung der Fahrzeuge und sonstigen Ausrüstungs-gegenstände aufgewendet werden.

Brenninger Franz erhält das Verdienstzeichen III Kl. des

NÖ Landesfeuerwehrverbandes.

1981

Kommandant HBI Leopold Fankl und Verwalter Josef Osterer treten in den Ruhestand. HBI Fankl bekleidete die Funktion als Kommandant seit 1961. Leopold Fankl und Josef Osterer wird der Ehrendienstgrad verliehen.

Als neuer Kommandant wird Alois Wagner, der bereits seit 1976 Kommandantstellvertreter war, gewählt. Er steht bis zum heutigen Tag der FF Tribuswinkel als Kommandant vor. Weiters ist er Kommandant der 2. F.u.B. Bereitschaft.

Ehren-Kommandant Stummer der Partnerwehr Traunkirchen überreicht aus Anlass des 15-jährigen Bestehens der Partnerschaft eine Erinnerungsurkunde dem Kommando Tribuswinkel.

Ing. Norbert Moser erwirbt das FLA-Gold.

Da der Frequenzbereich für den Feuerwehrfunk seitens der Post umgestellt wurde, mussten drei neue Fahrzeugfunkgeräte angekauft werden. Die stille Alarmierung wurde um zwanzig Personenrufempfänger erweitert.

Bei der behördlichen Fahrzeugüberprüfung wurde festgestellt, dass das Mannschaftsfahrzeug VW-Bus, Baujahr 1960, wegen Karosserieschäden nicht mehr den heutigen Sicherheitsbestimmungen entspricht.

Da eine Reparatur der Motor- und Karosserieschäden zu hohe Kosten verursacht hätte, entschloss man sich im Dezember 1981 nach eingehender Prüfung zum Neuankauf eines Mannschaftsfahrzeuges der Type Ford-Transit Kombi. Die Finanzierung des Fahrzeuges erfolgt über Eigenmittel, d. h. aus getätigter Rücklage im Jahre 1980, dem Ertrag der Haussammlung und der Spenden Tribuswinkler Firmen und Geschäftsleute. Das Fahrzeug wurde bei der Fa. Peschek bestellt, für feuerwehrliche Zwecke eingerichtet (Blaulicht, Lautsprecheranlage, Anhängevorrichtung, Funkanlage, Tisch für Landkarten etc.) und soll im März 1982 geliefert werden.

1982

Kommandant Alois Wagner erhält das Verdienstzeichen III Klasse des NÖ Landesfeuerwehrverbandes.

Nach eingehender Prüfung der finanziellen Lage wird beschlossen eine neue Tragkraftspritze anzukaufen. Man entschied sich für eine Rosenbauer Tragkraftspritze - Supermatic 80.

Beim Niederöstereichischen Landesfeuerwehrkommando wird um Ankaufsgenehmigung eingereicht.

Im April 1982 erfolgt die Lieferung des Mannschaftsfahrzeuges Ford - Transit von der Fa. Peschek. Die Kosten betrugen inklusive feuerwehrmäßiger Ausrüstung 142.000,-. Am 7.Mai wird von der Fa. Rosenbauer die Tragkraftspritze geliefert, der Kaufpreis betrug 80.000,-.

Am 15. u. 16. Mai 1982 war die Feier zum 110-jährigen Gründungsjubiläum. Dank dem verständnisvollen Entgegenkommen der Stadt Wien als Besitzer des Schlosses Tribuswinkel konnte das Jubiläum bei strahlendem Sonnenschein im stimmungsvollen Schlosspark im Kreise der Öffentlichkeit begangen werden. Die Feiern wurden mit dem "Tag der Feuerwehren der Stadt Traiskirchen verbunden. Bei der Feier wurde auch die Segnung des Mannschaftsfahrzeuges

Ford - Transit und der Tragkraftspritze durch Pfarrer Norbert Kiraly durchgeführt. Als Patinnen fungierten für das Fahrzeug Frau Hedwig Schreiner und für die Tragkraftspritze Frau Charlotte Ebert.

Für seine Verdienste um das Feuerwehrwesen wird Gemeinderat und Feuerwehrkamerad Karl Bartmann mit einem Diplom zum "Ehrenhauptfeuerwehrmann" ernannt.

Die Feuerwehrpartnerschaft zwischen Traunkirchen und Tribuswinkel wird durch den Austausch von Erinnerungsdiplomen und Ehrengeschenken abermals gefestigt.

Aufgrund der tatkräftigen Unterstützung der FF Tribuswinkel werden Herr Konrad und Frau Hedwig Schreiner, sowie Herr Horst und Frau Charlotte Ebert zu Ehrenmitgliedern der Feuerwehr Tribuswinkel ernannt. Seitens des Landesfeuerwehrverbandes werden diese Verdienste mit der Überreichung der Florianiplakette an obengenannte Personen gewürdigt.

Im Oktober 1982 wurde eine Feuerwehr - Jugendgruppe gegründet. 16 Buben im Alter von 12 - 14 Jahren traten nach einer Werbeaktion, der Feuerwehrjugend bei. Erster Feuerwehrjugendführer wurde LM Ing. Norbert Moser.

1983

Ehrenbrandmeister Karl Locker erhält die Medaille für 50-jährige Dienstzeit.

Erstmals wurde von der Feuerwehr Tribuswinkel vor dem Feuerwehrhaus ein Maibaum aufgestellt, diese Tradition hat sich bis zu heutigen Tag erhalten.

Im Laufe der Zeit erwies sich das bestehende Feuerwehrhaus aufgrund der Neuanschaffung von Fahrzeugen und anderen Ausrüstungsgegenständen sowie das Fehlen eines Schulungsraumes für die Feuerwehrjugend bald als zu klein. Um diese Raumnot zu beseitigen fanden im Dezember mit Bürgermeister Josef Musser Vorgespräche über einen Umbau bzw. eine Erweiterung des Feuerwehrhauses statt. Geplant waren ein Sitzungs- und Schulungsraum, ein Garderobenraum für die Einsatzbekleidung und eine Erneuerung der sanitären Anlagen.

Am 18. November. kam es in der Traiskirchner Straße. zu einem Verkehrsunfall zwischen einen PKW und einen Kleintankwagen. Der PKW Lenker wurde geborgen, der Kleintankwagen mit dem Kranfahrzeug aus Baden abgeschleppt. Das ausgeflossene Heizöl mit Ölbindemittel gebunden und entfernt.

1984

Am 28. März fuhren wir zur Unterstützung zu einem Waldbrand am Merkenstein.

In der Nacht vom 11. auf den 12 Mai 1984 wurde der vor dem Feuerwehrhaus aufgestellte Maibaum von unbekannten Tätern umgeschnitten. Und zwar in so dilettantischer Weise, dass er auf das Feuerwehrhaus fiel und großen Schaden anrichtete.

Im Frühjahr 1984 wurde auch die persönliche Ausrüstung der Feuerwehrkameraden erneuert bzw. ergänzt. Ausgeh- u. Einsatzbekleidung, Ledersicherheitsstiefel für den Brandeinsatz sowie Personenrufempfänger (Piepserl) wurden angekauft. Somit ist jeder aktive Tribuswinkler Feuerwehrmann raschest alarmierbar.

Weiters wurde auch ein gebrauchtes Gendarmeriemotorrad angekauft.

Beim Abschnittsfeuerwehrtag des Abschnittes Baden-Land in Alland werden Karl Fankl für 50-jährige, Johann Hanausek für 40-jährige und Günter Osterer für 25-jährige Feuerwehrdienstzeit ausgezeichnet. Hotzy Willi erhält das Verdienstzeichen III Klasse des NÖLFV.

Am 16. Aug. unterstützten wir die Kameraden aus Pfaffstätten bei einem Brand im Lilienfelder Hof. Am 16. Oktober. kam es zu einem Brand in einer Filteranlage bei der Fa. Bauer in der Badener Str.

Die Stadtgemeinde Traiskirchen bewilligt und finanziert den Zubau zum Feuerwehrhaus. So konnte mit der endgültigen Planung des Umbaus des Feuerwehrhauses begonnen werden.

1985

Bei der Mitgliederversammlung wurden die Kameraden Josef Osterer und Ignaz Osterer für ihre 50-jährige Dienstzeit mit der Medaille des Landes NÖ ausgezeichnet, und mit einem Ehrenring der Stadt Traiskirchen geehrt. Alfred Rzidky wurde für seine 30-jährige Dienstzeit mit einem Ehrengeschenk der Stadt Traiskirchen geehrt.

Am 1. Februar. wurde bei der Baustelle der "Weiße Brücke" ein gefährlicher Eisstau in der Schwechat entfernt.

Beim Abschnittsfeuerwehrtag des Abschnittes Baden - Land wird Kommandant Wagner für 25-jährige Dienstzeit, seitens des Landes Niederöstereich ausgezeichnet.

Am 26. April galt es einen Autobrand zu löschen.

Aus dem Wunsch von Kommandant Alois Wagner, dem Feuerwehrhaus ein Sitzungszimmer welches auch der Feuerwehrjugend dienen sollte zuzubauen, wurde ein umfassender Umbau. Baubeginn war im Februar, die Kosten des Umbaues ca. 2 Millionen Schilling wurden zur Gänze von der Stadtgemeinde Traiskirchen übernommen. Während des Umbaues wurden die Feuerwehrfahrzeuge im Haus des Kameraden Hotzy Willi eingestellt. Die Bauarbeiten dauerten bis August 1985. Nun verfügte die FF Tribuswinkel, der modernen Zeit entsprechend über ein geräumiges Feuerwehrhaus mit Dienstraum, Sitzungs- und Schulungsraum, eigener Werkstätte für diverse kleinere Reparaturen und einen Garderobenraum sowie den notwendigen sanitären Einrichtungen. Im Dienstraum befindet sich eine stationäre Funkanlage, Telefon und Alarmierungseinrichtung für Sirene und Piepserl. Der Funktisch wurde in Eigenregie und nach Plänen von unserem Kameraden Bartmann Ferdinand gebaut. Für die Bedienung dieser Anlage werden erstmals in der Geschichte der FF Tribuswinkel zwei Frauen in den Feuerwehrdienst aufgenommen. Frau Ilse Bartmann und Frau Isabella Schalda. Für diese Tätigkeit haben sie den Funkgrundlehrgang absolviert.

Am 8. September 1985 wurde uns im Rahmen einer Feierstunde der fertiggestellte Zubau von Bürgermeister LAbg. Fritz Knotzer übergeben. Die Segnung des Feuerwehrhauses nahm Pater Lackner vom Mödlinger Stift "St. Gabriel" vor.

Die Kameraden Willi Hotzy, der während der Bauarbeiten sein Grundstück zum Abstellen der Feuerwehrfahrzeuge zur Verfügung stellte, Franz Brenninger, der für die Arbeiten am Haus seinen Urlaub opferte, und Ferdinand Bartmann der die Nachrichtenzentrale einrichtete wurden von Kommandant Wagner mit der Überreichung von Urkunden gedankt.

Anlässlich dieser Feierstunde wurde das Bestehen der 20-jährigen Partnerschaft zwischen den Feuerwehren Traunkirchen in Oberösterreich und Tribuswinkel mit dem Austausch von Erinnerungsurkunden gefeiert. Die Kameraden aus Oberösterreich hatten eine Musikkapelle mitgebracht, welche gemeinsam mit dem Musikverein Tribuswinkel konzertierte.

HBI Viktor Kofler aus Traunkirchen wurde mit dem Verdienstzeichen III Klasse des NÖ Landesfeuerwehrverbandes ausgezeichnet.

1986

Bei der Mitgliederversammlung wurde Willi Hotzy für 30-jährige Dienstzeit mit einem Ehrengeschenk der Stadt Traiskirchen geehrt. Kamerad Viktor Schindler wird mit dem Verdienstzeichen III Klasse des NÖ Landesfeuerwehrverbandes ausgezeichnet. Es werden zusätzliche Uniformen angekauft, insbesondere für die von der Jugendfeuerwehr überstellten Jungmänner. Durch die Anschaffung eines neueren, leistungsstärkeren Atemluftkommpressors in Leobersdorf beendet die FF Tribuswinkel das wöchentliche Flaschenfüllen für den Abschnitt Baden Land. Dieser bei uns stationierte Atemluftkompressor welcher dem Abschnitt Baden Land gehört, und ausgeschieden werden soll, wird um 5.000,- angekauft und so in das Eigentum der FF Tribuswinkel überstellt.

1987

Infolge des kalten Wetters mussten mehrmals Eisstaus am Mühlbach entfernt werden.

Am 30. April kam es in der Fackelfabrik Buryan zu einem gefährlichen Brand. Da brennende Feuerwerkskörper sehr schwer zu löschen sind, wurden wir von den Feuerwehren aus Traiskirchen unterstützt. Gemeinsam konnte der Brand bald unter Kontrolle gebracht werden.

Beim Abschnittsfeuerwehrtag werden die Kameraden Bartmann Karl sen., Fankl Leopold, Fischer Rudolf sen., Hoffmann Anton und Schindler Rudolf für ihre 40-jährige Dienstzeit durch das Land NÖ ausgezeichnet. Laut Mindestausrüstungsverordnung des Landes Niederöstereich für Gemeinden und Dienstbereitschaft eines Feuerwehrfahrzeuges sind für unser Tanklöschfahrzeug TLF 2000 Mercedes mit 15 Jahren Dienstzeit die Verwendung abgelaufen. Über Anordnung des Bürgermeister Knotzer bei der Landesregierung um fünf Jahre Verlängerung angesucht.

Weiters wurden 11 Stück Piepserl, zwei Atemschutzgeräte angekauft und die Einsatz und Ausgehuniform ergänzt.

Am 9. Aug. musste ein Schäferhund aus einem Brunnenschacht im Josefsthal gerettet werden.

Am 26. Aug. unterstützten wir die Kameraden des Bezirkes Mödling bei einem Brand in der Farbenfabrik Stollak in Guntramsdorf.

1988

Beim Abschnittsfeuerwehrtag des Abschnittes Baden-Land wird Ferdinand Bartmann mit dem Verdienstzeichen III Klasse des NÖ Landesfeuerwehrverbandes ausgezeichnet. Kommandantstellvertreter Günter Osterer ist durch einen Schlaganfall schwer erkrankt. Aus kameradschaftlichen Gründen wird auf eine Neuwahl eines Stellvertreters verzichtet. Mit Aufgaben eines Kommandantstellvertreters wird HBM Viktor Schindler provisorisch betraut. Bei der Überprüfung des TLF 2000 in der Landesfeuerwehrschule Tulln werden einige Mängel festgestellt z.B. wird die Nennleistung der Pumpe nicht mehr erreicht. Dadurch fällt das Fahrzeug aus der Mindestausrüstungsverordnung heraus.

Von Ehrenmitglied Konrad Schreiner, Dachdeckermeister, wird von der Feuerwehr ein Kleinlastwagen der Marke Peugeot 504 Bj. 1981 günstig angekauft und für Feuerwehrzwecke adaptiert.

Im Dezember wird im Feuerwehrhaus das Steuergerät für die Bezirksalarmierung-Zivilschutzalarmierung montiert. Die Bezirksalarmierung des Bezirkes Baden wird in Betrieb genommen. Ab Dezember wird auch die wöchentliche Sirenenprobe, welche bis dahin Jahrzehnte lang von Herrn Karl Osterer pünktlich durchgeführt wurde, über Funk ferngesteuert. Am 1. Juli musste in der Oberwaltersdorfer Straße ein PKW aus dem Graben gezogen werden. Infolge starker Stürme in den Sommermonaten mussten wir mehrmals zu Sturmeinsätzen ausrücken. Am 16.Dez. wurde am Wr. Neustädter Kanal ein Eisstau entfernt.

1989

Am 23. Jän. wurde ein ca. 100m lange Ölspur in der Sängerhofgasse entfernt.

Beim Florianitag des Abschnittes Baden-Land wird Kommandant Alois Wagner mit dem Verdienstzeichen II. Klasse des NÖ Landesfeuerwehrverbandes ausgezeichnet.

Der Feuerwehrball findet erstmals im neuen Saal des "Kulturhaus Tribuswinkel" statt.

Für den geplanten Ankauf eines Tanklöschfahrzeuges werden Kostenvoranschläge eingeholt.

Die Kosten bewegen sich in der Höhe von ca. 2,9 Millionen, ohne Inneneinrichtung.

Für 40-jährige Dienstzeit werden die Kameraden Josef Wilfling, und Leopold Osterer mit der Medaille des Landes NÖ geehrt. Für seine 30-jährige Dienstzeit wird Günter Osterer mit einem Ehrengeschenk der Stadt Traiskirchen geehrt.

Am 20. Mai wurden zwei eingeklemmte Insassen eines verunfallten PKW befreit. Am 12. Juli sind in einem Wohnhaus in der Sängerhofgasse unsachgemäße Lagerungen neben einem Beistellherd in Brand geraten. Mittels Hochdruckrohr konnte der Brand rasch gelöscht werden. Eine ebenfalls vom Brand betroffene Holzverkleidung musste entfernt werden. Am 27. Sept. musste auf der Autobahnauffahrt ein brennendes Auto gelöscht werden. Am 16. Dez. wurde ein leeres Ölfass am Schwechatufer geborgen. Das Fass und verunreinigte Erde wurden am Bauhof Traiskirchen abgegeben.

Am Heiligen Abend dieses Jahres wurde unter anderen auch von der FF Tribuswinkel spontan zu einer Sammelaktion für die notleidende Bevölkerung von Rumänien aufgerufen. Es konnten in kurzer Zeit beachtliche Mengen an Haltbarlebensmittel, gut erhaltene Altbekleidung sowie Geldspenden gesammelt und weitergegeben werden.

1990

Starker Sturm im Februar bescherte auch unserer Feuerwehr zahlreiche Einsätze zur Beseitigung von Sturmschäden. Am 14. Feb. kam es zu einem gefährlichen Einsatz. Aus einer brennenden Weingartenhütte in der Neubaugasse musste eine Gasflasche geborgen werden. 18. Februar, ein PKW liegt im Bereich Leesdorfer Straße im Acker, der eingeklemmte Fahrer musste von uns befreit werden. 23. März, in der Badener Str. 35 gerät ein große Menge im Freien gelagerter Industriemüll in Brand. Der Brand konnte rasch gelöscht werden, jedoch mussten mit Baggern umfangreiche Umschichtungen vorgenommen werden um alle Glutnester abzulöschen. Da auch Fässer mit unbekannten Inhalts aufgefunden wurden, wurde das "Gefährliche Stoffe Fahrzeug" aus Möllersdorf angefordert. Bei diesen Einsatz musste über mehrere Stunden eine Brandwache aufrechterhalten werden.

Nach einem Gespräch zwischen Kommandant Wagner und Bürgermeister Knotzer wird das Ansuchen für den Ankauf eines Tanklöschfahrzeuges TLF 3000 auf einem Mercedes-Fahrgestell an das NÖ Landesfeuerwehrkommando gestellt. Fünf Monate später kommt ein positiver Bescheid.

Im Oktober 1990 wird bei der Fa. Rosenbauer ein Tanklöschfahrzeug bestellt. Da aber der Mercedes-Motor schlechtere Abgaswerte hat, wird nach Absprache mit Bürgermeister Knotzer ein Fahrzeug auf einem Steyr Fahrgestell mit Automatikgetriebe angekauft.

Am 20. und 21. Oktober 1990 nimmt eine Abordnung der FF Tribuswinkel in Traunkirchen an den Feierlichkeiten zum 120-jährigen Jubiläum der FF-Traunkirchen teil. Die 25-jährige herzliche Partnerschaft zwischen beiden Wehren wird durch den Austausch von Urkunden hervorgehoben. Zur Erinnerung an diese Feier wurde der FF-Traunkirchen ein Fahnenband überreicht. Kommandant Wagner wird zum Ehrenmitglied von Traunkirchen ernannt. Weiters erhält er die Medaille III. Klasse des BFKDO Gmunden. Neben Bürgermeister Knotzer nahmen auch die Ehrenmitglieder Charlotte u. Horst Ebert, Hedwig u. Konrad Schreiner, Frau Else Fuhrmann sowie Altbürgermeister Josef Musser an der Feier teil.

Im Dezember findet die vorgeschriebene, periodische Wahl des Kommandos statt. Alois Wagner wird in seiner Funktion als Kommandant bestätigt. Stellvertreter Günter Osterer legt seine Funktion aus gesundheitlichen Gründen zurück und wird mit dem Ehrendienstgrad Ehrenbrandinspektor ausgezeichnet.

Zum Kommandantstellvertreter wird Viktor Schindler gewählt. Mit dem Verdienstzeichen III Klasse des NÖLFV wird Hoffmann Anton und Sperner Josef ausgezeichnet.

1991

Am 30. März tritt aus einem Gabelstapler Hydrauliköl aus. Von uns wurde das Öl mit Bindemittel gebunden, verunreinigtes Erdreich abgetragen und entsorgt. Zu einem folgenschweren Unfall kam es am Abend des 13. April in der Oberwaltersdorfer Straße. Zwei PKW waren frontal zusammengestoßen. Die FF Tribuswinkel war mit 15 Mann rasch zur Stelle. Die Eingeklemmten wurden befreit und an den Notarzt übergeben. Einer der vier Verletzten musste mit dem Hubschrauber abtransportiert werden. Am 18. Mai gab es Hochwasseralarm. In der Hartfeldau musste eine Dammsicherung mit Sandsäcken und Felsgestein durchgeführt werden. Auch wurde Grundwasser aus Kellern ausgepumpt.

Bei der "Schwarzen Brücke" hatte sich ein angeschwemmter großer Baumstamm samt Wurzelstock im Pfeiler verklemmt. Über die angeforderte Drehleiter aus Baden konnte ein Seil am Stamm befestigt werden, und mittels Greifzug vom Pfeiler weggezogen werden. Die Hochwasserbereitschaft dauerte einige Tage. Am 29. Mai musste im Industriegebiet zu einem "Technischen Einsatz" ausgerückt werden. Es bestand Gefahr für Umweltschäden. Aus undichten Kanistern war Salzsäure ausgetreten. Von uns wurde die Säure mit Staubkalk gebunden und mit den Kanistern bei der Fa. ASA entsorgt. Am 29. Mai geriet in der Schlossgasse eine Kücheneinrichtung in Brand, der Brand konnte jedoch rasch gelöscht werden. Es wurden natürlich nicht alle Einsätze angeführt, aber man sieht, das erste Halbjahr 1991 war für die Männer der Feuerwehr Tribuswinkel sehr ereignis- und abwechslungsreich.

Im Juni wird in Traiskirchen der Landesfeuerwehrtag und der 41. NÖ Landesfeuerwehrleistungs-bewerb abgehalten. Das Zeltlager für die Teilnehmer wird im Schlosspark Tribuswinkel errichtet. Beim Ausländerempfang der internationalen Gästegruppen in Möllersdorf erhält Ferdinand Bartmann Die "Medaille für internationale Zusammenarbeit" des deutschen Feuerwehrverbandes Der 81. NÖ Landesfeuerwehrtag wird im Ing. Leopold Fuhrmann-Saal in Tribuswinkel abgehalten. Bei der Gestaltung der Feldmesse wirkten unter anderem auch der Kirchenchor, der AGV "Frohsinn" Tribuswinkel, und die Singgruppe Tribuswinkel mit. Der gemeinsam gestaltete

Landesfeuerwehrleistungsbewerb wird für alle veranstaltenden Feuerwehren ein großer Erfolg. Die Organisation obliegt den sechs Feuerwehren des Unterabschnittes. Hauptkoordinator ist der Verwaltungsmeister der FF Tribuswinkel Ferdinand Bartmann.

Bei der Abschlussfeier der veranstaltenden sechs Feuerwehren wird Verwaltungsmeister Bartmann mit dem Verdienstzeichen III. Stufe des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes ausgezeichnet. Kommandantstellvertreter Viktor Schindler erhält das Verdienstzeichen II. Klasse des NÖ Landesfeuerwehrverbandes. Durch das neue Abfallentsorgungsgesetz übernimmt eine Entsorgungsfirma den Abtransport von Altpapier und die Feuerwehr Tribuswinkel muss nach über 20 Jahren das Sammeln von Altpapier einstellen.

Im August war wieder Hochwasseralarm an der Schwechat und die Feuerwehrmänner mussten Verklausungen an den Brückenpfeilern entfernen. Einen gefährlichen Brandeinsatz hatten wir am 12. November. In der Neurissgasse war eine Autowerkstätte in Brand geraten. Von den Arbeitern wurde keinerlei Information über das Vorhandensein von Gasflaschen gegeben. Diese wurden erst bei den Nachlösch- und Aufräumarbeiten gefunden.

Am 20. Dezember wird das neue Tanklöschfahrzeug Type Steyr 15 S 23 4x4, feuerwehrtechnischer Aufbau von der Fa. Rosenbauer geliefert. Die Finanzierung des Fahrzeuges erfolgt durch die Stadtgemeinde. Die Kosten für die Ausrüstung und die der Sondergeräte trägt die Feuerwehr Tribuswinkel. Dass das neue Fahrzeug mit modernen, hydraulischen Bergegeräten ausgerüstet werden kann ist vor allem der Tribuswinkler Bevölkerung zu verdanken, welche ihre Feuerwehr bei Sammlungen und Veranstaltungen großzügig unterstützt.

1992

Am 2. Jan. war die Feuerwehr wieder in Sachen Umweltschutz tätig. In der Schwechatau war ein undichtes Fass mit Altöl gefunden worden. Das Öl wurde umgepumpt, verunreinigtes Erdreich abgetragen und anschließend alles entsorgt.

Das alte Tanklöschfahrzeug 2000, Mercedes 911 wird an die FF-Eichberg-Gloggnitz verkauft. Auch mit diesem Geld wird die Inneneinrichtung des neuen TLF Steyr finanziert.

Am 24. und 25 April 1992 feierten wir das 120-jährige Gründungsfest verbunden mit dem Florianitag des Abschnittes Baden-Land. Dabei fand die Segnung des neuen Tanklöschfahrzeuges statt. Als Patin fungierte Frau Christine Ebert. Der Kommandant der Partnerwehr Traunkirchen HBI Viktor Koffer wird zum Ehrenmitglied der FF Tribuswinkel ernannt. Der Bürgermeister von Traunkirchen NR. Mathias Ellmauer wird mit dem Verdienstzeichen III. Klasse des NÖ Landesfeuerwehrverbandes ausgezeichnet.Herr Bürgermeister Mathias Ellmauer überreicht an Kommandant Wagner und Pfarrer Kiraly die "Traunkirchner Medaille"

Herr Markus u. Frau Christine Ebert sowie Pfarrer Dechant Norbert Kiraly werden mittels Urkunde zu Ehrenmitglieder der FF Tribuswinkel ernannt. Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Ofner überreicht als Dank für die stete Unterstützung der Feuerwehr an Frau Christine Ebert die Florianiplakette. Mit der Angelobung der Jungmänner und abspielen der Landeshymne geht die Feier würdevoll zu Ende.

Die Feuerwehr wird zu vielen Tätigkeiten gerufen, so auch als es galt einen nach Regenfällen ausgeschwemmten Straßenrand abzusichern. Großes Glück hatte der Fahrer des PKW welcher am 17. Aug. um ca. 00:30 Uhr den Holzzaun am Bartensteinplatz 3 durchstoßen hatte. Den beginnenden Autobrand konnte der Hausinhaber, Herr Doubrava, mit einem Gartenschlauch löschen. Von uns musste der Lenker mit Hydraulikgerät aus seiner Zwangslage befreit werden. Auch am 6. Nov. wurde ein eingeklemmter Fahrzeuglenker in der Oberwaltersdorfer Straße befreit.

Im September findet erstmals in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz im Feuerwehrhaus Tribuswinkel eine Blutspendeaktion statt. Seitdem wird diese Aktion jährlich durchgeführt und es wurden bisher schon über 1000 Blutspenden abgenommen.

Am letzten Tag des Jahres hat ein LKW in der Adlergasse Dieselöl verloren. Nach Anforderung des "Gefährliche Stoffe Fahrzeuges" aus Möllersdorf wurde das Öl gebunden, Erdreich abgegraben und ein Sickerschacht gereinigt. Zwecks Untersuchung des Kanals wurde der Kanalspülwagen der Stadtgemeinde Traiskirchen angefordert.

Natürlich unterstützten wir auch einige Nachbarwehren bei verschiedenen Einsätzen, u. a. war die FF Tribuswinkel auch beim großen Waldbrand am Schneeberg am 30. August eingesetzt.

1993

Der erste Einsatz war am 4. Jän. in einen Wohnhaus in der Triester Straße kam es zu einem Wohnungsbrand wobei Teile der Einrichtung, eine Wandverkleidung sowie die Decke betroffen war. Nachdem der Brand gelöscht war, mussten Deckenteile und Teile der Wandverkleidung entfernt werden. Bei diesem Einsatz wurden wir von den Kameraden der Feuerwehren aus Oeynhausen und Möllersdorf unterstützt. Am 24. Feb. war der berühmte Riesenstau auf der Südautobahn infolge von Schneeverwehungen. Auch hier war unsere Feuerwehr mit Sicherungs- und Absperrmaßnahmen im Einsatz, z.B. musste ein steckengebliebener Schneepflug und ein LKW geborgen werden. Am 25. Feb. bestand Hochwassergefahr in der Schafflerhofsiedlung. Durch Schneeverwehungen war der Hörmbach kurz vor dem Übertreten. Von uns wurden die Schneeverwehungen entfernt, teilweise musste dazu in das eisige Wasser gestiegen werden. Dort wo es möglich war wurden wir von einem Radlader der Stadtgemeine unterstützt.

Am Bezirksfeuerwehrtag wird EBM Karl Locker für seine 60-jährige Dienstzeit geehrt. Kommandant Wagner erhält das Verdienstzeichen III. Klasse des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes.

Am Florianitag in Traunkirchen wird Kommandant Wagner mit der Überreichung der Medaille II. Klasse und Sperner Josef mit der Medaille III. Klasse des BFKDO Gmunden geehrt.

Am 2. Aug. gab es auch einen gefährlichen Brand beim "Bründl - Osterer". Infolge eines Kurzschlusses fing ein Anhänger mit Stroh zu brennen an. Beim Hinausfahren mit dem brennenden Anhänger wurde in der überdachten Hofeinfahrt ein VW-Bus und in weiterer Folge Teile des Wohnhauses in Brand gesetzt. Erschwert wurden die Löscharbeiten dadurch, das wegen der jährlichen Mühlbachabkehr dieser kein Wasser führte. Trotz mehrfach abgehaltener Übungen in diesen Anwesen, hat man gesehen dass im Ernstfall die Situationen anders sind als bei Übungen angenommen.

Nur dem raschen und zielführenden handeln der Feuerwehrmänner unter der Führung von VM Ferdinand Bartmann ist es zu verdanken, das der Brand nicht auf den Dachboden übergriff.

Am 25. August verstirbt Kamerad Anton Hoffmann. Er war eine Legende in der Feuerwehr Tribuswinkel und weit über die Grenzen des Ortes bekannt und beliebt.

Vom 2. bis 4. Sept findet in Blumau NÖ ein internationale Großübung unter der Schirmherrschaft der UNO statt. Die Exercise 93. Kommandant Wagner ist als Kommandant der 2. F u. B Bereitschaft gemeinsam mit Ferdinand Bartmann im Führungsstab der Übungsleitung tätig. Die Übungsannahme war ein schweres Erdbeben mit zahlreichen eingestürzten Wohnhäusern. Die FF Tribuswinkel hat ebenfalls über mehrere Stunden daran teilgenommen und hatte einige schwierige Einsätze durchzuführen welche sehr viel Eigeninitiative und Selbständigkeit erforderten.

Am 27. Okt. hatten wir ein Bitumenfass aus der Schwechat zu bergen. Nicht nur bei Bränden wird Wasser benötigt, für Filmdreharbeiten im Ort wurde von unserer Wehr die Wasserversorgung sichergestellt. Bei dieser Beistellung konnte man einmal hinter die Kulissen von Filmaufnahmen blicken.

Am 28. Nov. wurde ein Eisstau am Wr. Neustädter Kanal entfernt. Am 9. Dez. mussten wieder einige Sturmeinsätze durchgeführt werden.

1994

Von Kamerad Georg Trimmel erhält die Feuerwehr einen in sehr guten Zustand befindlichen Mercedes 230TE Kombi geschenkt. Das Fahrzeug wird feuerwehrmäßig adaptiert und bei der Florianimesse im Mai, von Pfarrer Dechant Kiraly gesegnet. Als Patin fungierte Frau Martha Trimmel. Von der Familie Trimmel wurden auch die Versicherungskosten für drei Jahre übernommen.

Als Dank für diese großzügige Unterstützung überreicht Oberbrandrat Babler an Herrn Oberst i. R. Georg und Frau Martha Trimmel die Florianiplakette.

Glanner Franz erhält das Verdienstzeichen III Klasse des NÖLFV. Georg Trimmel und Mitheis Stefan erfüllen die Bedingungen und erwerben das FLA-Gold.

Am 1. Mai musste ein Containerbrand bei einem Entsorgungsbetrieb gelöscht werden. Bei Einsätzen in dieser Firma muss immer mit sehr viel Vorsicht vorgegangen werden, da hier auch Sondermüll gelagert wird. Man kann nie sagen, wie unbekannte Stoffe (Chemikalien) mit Wasser reagieren. Im Frühjahr mussten Wetterbedingt wieder einige Sturmschäden beseitigt werden. Am 10. Juni wurde ein PKW aus dem Bachbett der Schwechat herausgezogen. Am 26. Juni und 28. Aug. wurden wieder Brände in einem Entsorgungsbetrieb gelöscht.

Da Kommandantstellvertreter Viktor Schindler am 22. Sept aus persönlichen Gründen seine Funktion zurücklegt, wird eine Neuwahl des Stellvertreters notwendig. Bei der am 23. Okt. abgehaltenen außerordentlichen Mitgliederversammlung wird Georg Trimmel zum neuen KDTSTV gewählt.

Am 12. Nov. gerät ein Kinderzimmer in einem Einfamilienhaus im Josefsthal in Brand. Der Brand wurde unter Atemschutz rasch gelöscht, ein übergreifen auf das Dach konnte verhindert werden.

1995

Am 26. März kommt es infolge eines technischen Defekt zu einem Ölaustritt in einer Firma in der Sängerhofgasse. Das ausgeflossene Öl wurde abgepumpt. Um eine größere Verunreinigung des Mühlbaches zu verhindern wurden mehrere Ölsperren errichtet. Mit Ölbindemittel wurde das auf dem Wasser treibende Öl gebunden und abgeschöpft.

Am Bezirksfeuerwehrtag erhält Osterer Ignaz ein Ehrendiplom für seine 60-jährige Dienstzeit. Verwalter Alfred Rzidky erhält die Medaille für 40-jährige Dienstzeit.

In der benachbarten Slowakei wurde vom 18. bis 20 Mai unter der Leitung von OBI Alois Wagner, als Kommandant der 2. F.u.B. Bereitschaft in der Ortschaft Dunajsky Klatov eine grenzüberschreitende Übung abgehalten. Insgesamt waren 278 Feuerwehrmänner mit 78 Fahrzeugen drei Tage unter schwierigsten Wetterbedingungen im Einsatz. Die Übungsannahme war, nach einem Erdbeben die Suche nach Überlebenden in den eingestürzten Häusern und in weiterer Folge die Rettung und Bergung der Verschüttenden. Die Feuerwehr Tribuswinkel war mit drei Fahrzeugen und sieben Mann daran beteiligt.

Von Kamerad LM Josef Sperner wurde nach Aufbau einer geeigneten Antenne die Funkverbindung zwischen der Übungsstelle in Dunajsky Klatov und Florian Baden ermöglicht.

In einer Firma im Industriegebiet geriet eine Acetylengasflasche in Brand. Von Firmenangehörigen wurde die Flamme abgelöscht. Von uns wurde für die erwärmten Flaschen die notwendigen Sicherungsmaßnahmen gesetzt. Am 16. Juni fuhr in der Leesdorfer Straße ein Lenker mit seinen PKW an einen Baum. Der Verletzte wurde befreit und an den Rettungsdienst übergeben. Am 27. Juni wollte ein LKW Kastenwagen im Industriegebiet zu schnell abbiegen und stürzte um. Gemeinsam mit dem Kranfahrzeug Baden wurde er wieder auf die Räder gestellt.

Für die immer größer werdende Anzahl an Verkehrsunfällen wo beschädigte Kraftfahrzeuge abgeschleppt werden müssen, wird ein einachsiger Abschleppanhänger und zwei Transportroller angekauft. Um die Sicherheit der Feuerwehrmänner zu gewährleisten, und den heutigen Anforderungen anzupassen, wurde nach testen verschiedener Modelle, neue Feuerwehrhelme der Fa. Auer angekauft.

Samec Reinhard erwirbt das FLA in Gold.

Für den 14. u. 15 Oktober wird eine Fahrt zum 125-jährigen Gründungsfest der FF-Traunkirchen organisiert. Zu diesem Jubiläum wurden von Kommandant Oberbrandinspektor Alois Wagner 125 Flaschen Tribuswinkler Wein, mit einer eigens dazu entworfenen Flaschenetikette an den Kommandant von Traunkirchen HBI Huber überreicht.

Als Erinnerung an die schon 30-jährige Partnerschaft zwischen den Wehren erhielten wir einen schönen Kristallbecher als Geschenk.

Am 7. Nov. wehte wieder starker Sturm über Tribuswinkel. Zwischen der Aumannkurve und der Schafflerhofsiedlung wurde dadurch ein Linienautobus von der schneeglatten Fahrbahn in den Straßengraben gedrückt. Mit Unterstützung des Kranfahrzeuges Baden wurde er wieder herausgezogen. Ein TUS-Alarm rief uns am 18. Dez. zur Fa. Imco. Durch einen elektrischen Defekt war eine Maschine in Brand geraten. Der Brand war von Angestellten mit Handfeuerlöscher gelöscht worden.

Von uns wurde die Maschine auf Glutnester untersucht und die raucherfüllte Maschinenhalle mit Ventilatoren belüftet. Hier hat man gesehen, wie wichtig das richtige Verhalten bei Ausbruch eines Brandes ist.

1996

Am 6.Jänner wird die periodische Wahl des neuen Kommandos durchgeführt. Alter und neuer Kommandant ist OBI Alois Wagner, zu seinen Stellvertreter wird BI Georg Trimmel gewählt. Da Verwalter Alfred Rzidky nach 30-jähriger Tätigkeit im Verwaltungsdienst seinen Posten zur Verfügung stellt, wird Verwaltungsmeister Ferdinand Bartmann zum neuen Verwalter bestellt, Ernst Hula wird Verwaltungsmeister der FF Tribuswinkel. Alfred Rzidky wird zum Ehrenverwalter ernannt.

Die Kameraden Schindler Rudolf, Bartmann Karl sen., Fischer Rudolf sen. erhalten am Bezirksfeuerwehrtag die Medaille für 50-jährige Dienstzeit. Ebenso werden Hotzy Willi für 40järige, Bartmann Karl jun. und Bartmann Gerhard für 25-jährige Dienstzeit mit einer Medaille geehrt.

Am 13. März musste in der Oberwaltersdorfer Straße ein PKW aus dem Straßengraben gezogen werden. Viel Improvisationstalent bewiesen die Feuerwehrmänner am 26. März als es galt, einen mit Bremsdefekt mitten am Kirchenplatz stehenden LKW-Zug zu entfernen. Der leere Druckluftbehälter wurde mit Pressluftflaschen der Atemschutzgeräte gefüllt und konnte weggefahren werden. Für die Strecke bis ins Steinwerk mussten mehrere Flaschen verwendet werden aber die Straße war dadurch rasch wieder befahrbar. Im Bereich Triester Straße kam es am 30. März zu einem Wiesenbrand, ca. 3000m2 trockene Wiese standen in Flammen, dank der nun zwei Tanklöschfahrzeuge konnte der Brand in sehr kurzer Zeit im umfassenden Angriff gelöscht werden. Die gute Ausbildung und das moderne Technische Gerät haben sich bei einem Verkehrsunfall am 4. April auf der B210 wieder einmal bewährt. Ein, eine Unfallstelle absicherndes, Gendarmeriefahrzeug wurde mit hoher Geschwindigkeit von einem anderen Fahrzeug gerammt. Drei Personen, davon zwei Gendarmeriebeamte, waren in ihren Fahrzeugen eingeklemmt. Sie konnten von uns rasch befreit werden.

Von der Notärztin wurde der Feuerwehr für die rasche und effiziente Arbeit ein Lob ausgesprochen.

Kamerad Trimmel Georg hat der Feuerwehr einen Tank 1000 Marke Opel Blitz, mit Inventar gekauft. Dieses Fahrzeug war jahrelang bei der Betriebsfeuerwehr Semperit in Dienst. Trimmel hat das Fahrzeug ersteigert und der FF Tribuswinkel geschenkt. Leider ist die Fahrzeughalle für alle Fahrzeuge zu klein. Kamerad Karl Bartmann hat der Feuerwehr einen Abstellplatz in seiner Scheue zur Verfügung gestellt. Da der Lagerplatz im Feuerwehrhaus Pölzholz, Übungsschläuche Ausrüstungsgegenstände und vieles mehr, sehr beengt ist, werden zwei Metallcontainer angekauft und am Gelände der ehemaligen Marmeladefabrik aufgestellt.

Der Beginn, den Feuerwehrmännern eine sichere, den heutigen Anforderungen entsprechenden Körperschutz zu geben, war der Ankauf von neuen Feuerwehrhelmen. Nun soll der Weg mit dem Ankauf neuer, sicherer und den Anforderungen der heutigen Zeit entsprechenden Branddiensteinsatzbekleidung fortgesetzt werden. Es wurden einige Garnituren verschiedener Firmen zur Probe angefordert. Auch das gehört zum Feuerwehralltag, eine Katze wurde aus einem Mauerspalt befreit. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am 5. Juli in der Leesdorfer Straße. Ein PKW wurde ins Feld geschleudert und blieb am Dach liegen. Drei schwerverletzte Personen waren in den Fahrzeugen eingeklemmt, sie konnten nur mittels hydraulischen Gerät befreit werden. Ein Schwerverletzter wurde am 2. Sept. aus einer Baugrube gehoben und an den Notarzt übergeben. Am 19. Dezember kam es auf der B210 an der Grenze des Löschrayons zwischen Tribuswinkel und Baden zu einem folgenschweren Unfall. Ein Tankwagen einer Entsorgungsfirma hat den Tankaufbau verloren. Dieser stürzte herab, platze auf, der Inhalt floss heraus und begann zu brennen. Auch unsere Feuerwehr war am Einsatzort. Wieder einmal hat sich die gute Zusammenarbeit zwischen den Nachbarwehren bewährt. Natürlich konnten im Rückblick nicht alle Feuerwehreinsätze aufgezählt werden.

Die Brandeinsätze sind auf Grund der modernen Brandschutzvorschriften zurückgegangen. Es wurden nur einige wenige Einsätze herausgenommen. Insbesondere sind in den letzten Jahren immer mehr technische Einsätze zu verzeichnen. An erster Stelle bei Verkehrsunfällen in unseren Löschrayon steht der Autobahnzubringer B210, gefolgt von der Leesdorfer Straße wo immer sehr schwere Unfälle stattfinden, und der Oberwaltersdorfer Straße im Bereich der Aumannkurve.

1997

26. Jän. der Tag nach unsern schon traditionellen Feuerwehrball, in der Oberwaltersdorfer Straße gerät im Heizungskeller Altpapier in Brand.

Am 24. Mai 1997 wird die Festsitzung anlässlich des 125-jährigen Bestandsjubiläum abgehalten wo wieder verdiente Feuerwehrkameraden der "Freiwilligen Feuerwehr Tribuswinkel" ausgezeichnet werden. An diesem Tag soll auch die neue Einsatzbekleidung vorgestellt werden.

In kurzen Zügen sind 125 Jahre Feuerwehrgeschichte der Freiwilligen Feuerwehr Tribuswinkel an uns vorübergegangen; 125 Jahre in steter Einsatzbereitschaft für die Mitmenschen.

Am 24.5.1997 findet im Leo Fuhrmann-Saal in Tribuswinkel die Festsitzung anlässlich 125 Jahre FF Tribuswinkel statt.

Folgende Ehrengäste sind zu dieser Feier erschienen.

  • LAbg. Fritz Knotzer - Der Bürgermeister der Stadtgemeinde Traiskirchen
  • LAbg. Prof. August Breininger - Der Bürgermeister von Baden
  • NR. Dir. Matthias Ellmauer - Der Bürgermeister von Traunkirchen
  • Oberbrandrat Werner Babler - Landesfeuerwehrrat
  • Brandrat Franz Koller - Abschnittsfeuerwehrkommandant

Eine große Abordnung unserer Partnerwehr aus Traunkirchen unter der Führung von HBI Rudolf Huber.

Weiters zahlreiche Kommandanten der Feuerwehren des Bezirkes Baden.

Der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Tribuswinkel OBI Alois Wagner begrüßt die Anwesenden insbesondere die Ehrengäste und die Kameraden der Partnerwehr aus Traunkirchen in Oberösterreich. Er dankt allen das sie sich Zeit genommen haben um an unserer Festsitzung teilzunehmen.

Wagner bedankt sich in seiner Rede beim Bürgermeister und den Anwesenden Stadt- und Gemeinderäten für die Unterstützungen der Feuerwehr.

Als dank für die lang-jährige großzügige Unterstützung wird Frau Martha Trimmel zum Ehrenmitglied der Freiwilligen Feuerwehr Tribuswinkel ernannt.

Als nächstes richtet der Bürgermeister von Traiskirchen, LAbg. Fritz Knotzer einige Worte an die Gäste. Er beglückwünscht die

FF Tribuswinkel zu ihren Jubiläum und bedankt sich für die 125-jährige Tätigkeit im Dienste der Öffentlichkeit. Er betont, dass er immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Feuerwehr hat.

Es werden nun verdiente Feuerwehrkameraden mit Verdienstzeichen der Gemeinde Traiskirchen geehrt.

Mit der Verdienstmedaille in Bronze:

  • Franz Babler und
  • Gerhard Merschitsch

Mit der Verdienstmedaille in Silber:

  • Willi Hotzy und
  • Viktor Schindler

Die Verdienstmedaille in Gold überreicht der Bürgermeister an:

  • Alfred Rzidky und
  • Josef Sperner

Die Kameraden

  • Rudolf Schindler,
  • Rudolf Fischer sen. und
  • Karl Bartmann sen.

erhalten den "Goldenen Ehrenring" der Stadt Traiskirchen" für ihre 50-jährige Tätigkeit in der Feuerwehr.

Nun werden von den Ehrengästen entsprechende Reden zum Jubiläum abgehalten.

Kommandant Wagner beendet nun den offiziellen Teil der Festveranstaltung mit einem "Gut Wehr".

Die Festgäste und Feuerwehrkameraden bleiben nun einige Stunden im gemütlichen Kreis zusammen. Viele Kameraden haben sich schon einige Jahre nicht gesehen. Es werden Einsatzerfahrungen, Erlebnisse und Erinnerungen ausgetauscht.

Am 25.5.1997 wird anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Tribuswinkel vor dem Feuerwehrhaus eine Feldmesse abgehalten. Diese Messe wird vom Tribuswinkler Pfarrer Mag. Herbert Morgenbesser gemeinsam mit dem Traunkirchner Altpfarrer Mitsch zelebriert. Sie wird durch die Musik des A.M.V. Tribuswinkel feierlich untermalt.

Nach der Messe wird von den Geistlichen das neue Tanklöschfahrzeug gesegnet. Dieses Fahrzeug wurde von Kommandantstellvertreter BI Trimmel und Ehrenmitglied Martha Trimmel von der FF-St. Georgen i. d. Klaus angekauft, technisch überholt und der FF Tribuswinkel geschenkt. Es ist ein TLF/A 2000 der Marke Mercedes. Wagner richtet nun Worte des Dankes an Martha und Georg Trimmel und überreicht an Frau Trimmel einen Blumenstrauß.

Anschließend bedankt sich Kommandant OBI Alois Wagner für die Abhaltung der Messe bei beiden Pfarrern und begrüßt die Anwesenden. Insbesondere die Politiker, Stadt- und Gemeinderäte, den Vertreter des Bezirkshauptmannes, Vertreter aus der Wirtschaft und dem Bankenbereich, Ehrenmitglieder und die Kameraden aus Traunkirchen er bedankt sich bei allen für Ihr erscheinen.

Nun bringt Kommandant Wagner einen kurzen Überblick über die Entstehung und die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Tribuswinkel. Er übergibt nun das Wort an den Bezirksfeuerwehrkommandanten OBR Alfred Ofner. Dieser streicht die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehren hervor, bedankt sich für die stete Einsatzbereitschaft und wünscht der Wehr alles Gute für die Zukunft.

Nun werden von OBR Ofner und Kommandant Wagner verdiente Feuerwehrkameraden mit Auszeichnungen des NÖLFV geehrt.

Folgende Verdienstzeichen werden überreicht.

Verdienstzeichen III Klasse an:

  • Ing. Franz Babler,
  • Gerhard Bartmann und
  • Georg Trimmel

Ofner und Wagner Gratulieren den Ausgezeichneten und danken Ihnen für Ihre Tätigkeit im Feuerwehrwesen.

In Vertretung des Bezirkshauptmannes tritt nun Herr Mag. Hofer an das Rednerpult. Er übermittelt die Grüße und Glückwünsche des Bezirkshauptmannes. In kurzen Worten unterstreicht er die Wichtigkeit der Freiwilligen Feuerwehren und dankt allen Mitgliedern für Ihre Tätigkeiten im Dienste der Allgemeinheit.

An eine Abordnung aus der Slowakei werden nun kleine Erinnerungsgeschenke in Form von Glasschwenkern an welchen schöne Glasritzarbeiten zu sehen sind, überreicht.

Der Präsident des Slowakischen Feuerwehrverbandes Jahn Roth und der Kommandant der Feuerwehr von Dunansky Zlatko überreichen Ihrerseits an Kommandant Wagner Geschenke, Wandteller und Plaketten. Jahn Roth gratuliert der FF Tribuswinkel zu ihren Jubiläum.

Bürgermeister LAbg. Friedrich Knotzer erklärt in seiner Ansprache, dass sich der Tätigkeitsbereich der Feuerwehren in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert hat. Die technischen Einsätze sind gegenüber den Brandeinsätzen sehr rasch angestiegen. Die Stadt Traiskirchen bemüht sich immer, die Feuerwehren technisch bestens auszurüsten. Er dankt den Tribuswinkler Feuerwehrmänner für ihre stete Einsatzbereitschaft rund um die Uhr. Der Bevölkerung von Tribuswinkel dankt er für die Unterstützung der Feuerwehr mit Geld- und Sachspenden, dadurch wird das Gemeidebudget entlastet. Zum Schluss seiner Rede wünscht er der FF Tribuswinkel alles Gute für die Zukunft.

In seinen Schlusswort dankt Kommandant Wagner der Bevölkerung von Tribuswinkel für die Unterstützung. Weiters den Frauen der Feuerwehrmänner für ihre tatkräftige Mithilfe bei den Maifesten und den Kameraden für ihre Arbeit zum Wohle der Menschen.

Mit dem Abspielen der Landeshymne durch den A.M.V. Tribuswinkel, geht der feierliche Teil des heutigen Tages zu Ende.

Mit einem Frühschoppen beginnt der gemütliche Teil des Feuerwehrfestes der FF Tribuswinkel unter reger Anteilnahme der Tribuswinklerinnen und Tribuswinkler. Es wird bis in die Nachtstunden hinein gefeiert.

1998

Den ersten Einsatz des Jahres hatten wir am 1. Jänner. Auf einem Feld war ein Holzstapel, welcher vermutlich von einem Feuerwerkskörper getroffen wurde, in Brand geraten. Dieser Brand wurde mittels Hochdruckrohr gelöscht.

Aus nicht feststellbarer Ursache geriet am 31. Jänner die hölzerne Dachkonstruktion einer Werkstätte in Brand. Unter Atemschutz wurde der Brand gelöscht. Die Dachkonstruktion wurde im erforderlichen Ausmaß entfernt.

Ein umgefallener Mc Donald’s - Milchshake in einem PKW war Auslöser für einen Verkehrsunfall am 16. August auf der B210. Das mit zwei Personen besetzte Fahrzeug kam von der Straße ab und überschlug sich.


1999

Für die bessere und einheitlichere Bekleidung der Feuerwehrjugend wurden 15 Stück Schutzjacken angekauft. Die FF Tribuswinkel war ab nun auch im Internet mit einer Homepage vertreten, welche von Ing. Andreas Holy betreut wurde.

2000

Den ersten Einsatz für uns gab es bereits am 6. Jänner. Ein im Straßengraben stehender PKW musste herausgezogen werden.

Am 8. Jänner kam es im Heizhaus der Straßenmeisterei im Hackschnitzeldepot zu einem Glimmbrand. Nach Abschalten der Förderung konnte der Brand unter Atemschutz und Hochdruckrohr gelöscht werden.

Eine Brandmelderauslösung rief uns am 10. Jänner in die Ebreichsdorfer Straße. Infolge eines Defektes an einer Waffelmaschine kam es zur Rauchentwicklung. Die Maschine wurde kontrolliert, nach dem Lüften der Halle rückten wir wieder ein.

Insgesamt hatte die FF Tribuswinkel in diesem Jahr 26 Brandeinsätzen und 42 technische Einsätze.


2001

Nach 20 Jahren stellte Alois Wagner seine Funktion als Feuerwehrkommandant zur Verfügung. Bei der Wahl am 12. Jänner wurde Vizekommandant Georg Trimmel mit überwältigender Mehrheit zum neuen Kommandanten gewählt. Sein Stellvertreter wurde Viktor Schindler.

Am 15. Jänner ereignete sich in der Oberwaltersdorfer Straße ein schwerer Verkehrsunfall zwischen einem PKW und einem Fahrschul-LKW. Die Insassen des PKW wurden schwer verletzt. Der LKW fuhr über eine Böschung. Nachdem die Verletzten mittels hydraulischer Scheren aus dem PKW befreit und abtransportiert worden waren, konnte mit den Bergearbeiten begonnen werden.

Nach einem Verkehrsunfall am 1. März mussten wir fünf fahruntüchtige Fahrzeuge zur Seite stellen.

Am 19. März stürzte ein Mofafahrer in der Traiskirchner Straße in den Mühlbach. Der Verletzte wurde von der FF auf eine sogenannte Schaufeltrage gelegt und anschließend dem Rettungsdienst übergeben.

Zum ersten Mal führten wir bei unserem diesjährigen Maifest eine Bausteinverlosung durch. Der Betrag wurde für den Bau des neuen Feuerwehrhauses zurückgelegt.

Der Mannschaftstransporter Ford Transit entsprach nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Deshalb beschloss das Kommando den Neukauf eines entsprechenden Fahrzeuges. Nach eingehender Prüfung aller Angebote, fiel die Wahl auf einen Mercedes Sprinter.

Eine Eingangstüre und eine Normpalette hatten sich am 18. Mai vor einen Schmutzrechen des Mühlbaches gelegt. Um ein Übertreten des Wassers zu verhindern, wurde die Verklausung entfernt.

Sturm hatte am 6. Juni eine große Verkehrstafel auf der B210 aus der Verankerung gerissen. Von den Einsatzkräften wurde die Tafel demontiert.

2002

Starker Sturm drohte am 2. Jänner das Blechdach einer Halle der Fa. Haus & Brunner KG wegzureißen. Durch Beschweren mit Sandsäcken wurde die Gefahr gebannt.
In den Nachtstunden des 28. Jänner geriet aus nicht feststellbarer Ursache der Fichtenwald zwischen dem Industriegebiet und der Autobahn in Brand. Mit Unterstützung aller Feuerwehren der Stadtgemeinde Traiskirchen und der Nachbarwehr Pfaffstätten konnte der Brand rasch gelöscht werden.

2003

Im Februar gab es eine Reihe von  Verkehrsunfällen. Unter anderem ereignete sich ein schwerer Unfall auf der Kreuzung der B210 mit der Kornfeldgasse. Eine eingeklemmte Person musste aus einem Fahrzeugwrack befreit werden.

Der März war ganz von den Übersiedelungsarbeiten in das Ausweichquartier in der Kanalgasse geprägt, galt es doch, das alte Feuerwehrhaus innerhalb kurzer Zeit komplett auszuräumen.

Das diesjährige Feuerwehrfest fand folglich nicht am üblichen Veranstaltungsort, sondern in der Kanalgasse statt.

Im Juni wütete ein starker Gewittersturm über Tribuswinkel. Ein Baum in der Badener Straße neben der Brücke über den Kanal konnte den Böen nicht standhalten und stürzte auf die Straße. Nach etwa einer Stunde Arbeit war der Baum zerschnitten und die Straße wieder passierbar.

Durch das „Zündeln“ von Kindern wurden im August mehrere Brände von Strohballen verursacht. So auch am 9. August, an dem die FF Tribuswinkel in sengender Hitze einen solchen Brand bekämpfen musste.

Im September – einen Tag nach der alljährlichen Blutspendenaktion – musste die FF Tribuswinkel zum Schwechattrog ausrücken. Wegen der Umleitung des Kanals kam es an der Böschung zur Schwechat zu starken Ausschwemmungen und eine Baumaschine drohte in den Fluss zu stürzen.

Auf der Autobahnabfahrt Leobersdorf ereignete sich in der Nacht auf den 7. Dezember ein schwerer Verkehrsunfall. 6 junge Menschen musste die FF Tribuswinkel gemeinsam mit der FF Leesdorf aus einem Fahrzeugwrack befreien.

2004

Im März ereignete sich auf der Leesdorfer Straße ein schwerer Verkehrsunfall. Zwei Fahrzeuge waren zusammengestoßen. Durch den Aufprall wurde ein Pkw zerrissen. Drei Personen wurden mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Einen wesentlichen Meilenstein in diesem Jahr stellte der Umzug ins neu errichtete Feuerwehrhaus in der Oeynhausner Straße dar, das am 24. April im Beisein zahlreicher Ehrengäste, unter ihnen auch LHStv. Heidemaria Onodi, feierlich übergeben wurde. Es wurde vom Tribuswinkler Architekten DI Werner Stingl geplant und wird der Feuerwehr Tribuswinkel wohl viele Jahre als zeitgemäße und zweckdienliche Unterkunft dienen.

Als Höhepunkt der Ausbildung junger Mitglieder konnte man die diesjährigen Landesfeuerwehrleistungsbewerbe in St. Pölten bezeichnen. Unter den beiden Gruppen, die zum Bewerb antraten, befanden sich insgesamt elf junge Kameraden, die dies zum ersten Mal taten. Die hohe Zahl junger Teilnehmer zeigte deutlich das hohe Interesse der Tribuswinkler Jugend am Feuerwehrwesen.

Nach etlichen Jahren fand bei uns im September wieder eine Unterabschnittsübung statt, diesmal am Gelände der Volvo Austria GmbH. Insgesamt wirkten sieben Feuerwehren mit 19 Fahrzeugen und 117 Feuerwehrfrauen und –männern an dieser Übung mit.

Der Orkan „Quimburga“ richtete im November auch in Tribuswinkel erheblichen Schaden an. Gegen Monatsmitte musste die FF Tribuswinkel zu insgesamt sechs Einsätzen im Ort ausrücken, im Wesentlichen zu umgestürzten Bäumen oder Ähnlichem.

2005

Ein für unsere Breiten untypisch kalter und schneereicher Winter dominierte die ersten Wochen des Jahres. Im Jänner und im Februar mussten im Ortsgebiet insgesamt sechs Fahrzeuge aus Schneewechten befreit werden, darunter sogar ein Traktor und ein Lkw.

Auch Anfang März hielt der Winter unsere Feuerwehr dahin gehend in Atem - starke Schneefälle und extreme Kälte führten im Bereich der Schafflerhofsiedlung zu einem Eisstau am Hörmbach.

Im August durfte die FF Tribuswinkel eine besondere Sachspende von der Faschingsgilde Traiskirchen entgegen nehmen. Es handelte sich dabei um ein spezielles Dreibein, das zur Menschenrettung aus Gruben und Schächten eingesetzt wird.

Ein besonders tragischer Verkehrsunfall forderte Anfang Oktober seinen Tribut. Samstagnacht kam es in der berüchtigten „Aumann-Kurve“ zum Frontalzusammenstoß zweier Pkw. Die 43-jährige Lenkerin eines der beiden Fahrzeuge war auf der Stelle tot.

Der Oktober stand aber auch ganz im Zeichen eines erfreulichen Ereignisses, nämlich der nunmehr 40-jährigen Feuerwehrpartnerschaft mit der Freiwilligen Feuerwehr Traunkirchen aus dem Salzkammergut. Bei einem gemeinsamen Ausflug in die Westmittelsteiermark wurde die Partnerschaft ausgiebig zelebriert. Bei einem samstagabendlichen Festakt durfte der Traunkirchner Kommandant Rudolf Huber dann noch eine Überraschung erleben, er wurde nämlich zum Ehrenmitglied der Feuerwehr Tribuswinkel ernannt.

Im Dezember hatte die lange Zeit des Wartens ein Ende: Das neue Löschfahrzeug, ein Mercedes-Benz Actros 1225 wurde von Bürgermeister Fritz Knotzer übergeben. Das neue Fahrzeug, welches von der Stadtgemeinde angekauft wurde, ersetzt. Das außer Dienst gestellte Löschfahrzeug aus dem Jahre 1977. Auf Grund der hohen Anzahl von technischen Einsätzen wurde das Fahrzeug entsprechend diesen Anforderungen für einen optimalen Einsatzverlauf zusätzlich zur Normausrüstung mit weiteren Rettungs- und Löschgeräten ausgerüstet. Die dafür aufgewendeten Kosten in der Höhe von über € 80.000 konnten Dank der Unterstützung der Tribuswinkler Bevölkerung bei Haussammlungen und Veranstaltungen aufgebracht werden.

2006

Bei den im Jänner stattgefundenen Wahlen zu Kommandant und dessen Stellvertreter gab es eine Neuerung. Der bisherige Kommandantstellvertreter Viktor Schindler wurde von Stefan Mitheis abgelöst.

Einen Nostalgieheurigen zugunsten der Feuerwehr veranstaltete der Club Culinarum in einem ehemaligen Heurigenlokal in der Sängerhofgasse. Der Erlös daraus von Ehrenmitglied Ingrid Nachtelberger verdoppelt und wurde für die Anschaffung neuer dunkelblauer Dienstbekleidung für die Feuerwehrjugend verwendet.

Einen spektakulären Einsatz hatte die Feuerwehr Tribuswinkel im März zu absolvieren. Im Kreuzungsbereich der Oeynhausner Straße mit der Oberwaltersdorfer Straße kam ein Pkw, vermutlich aufgrund überhöhter Geschwindigkeit, von der Fahrbahn ab und prallte gegen eine Säule der dort befindlichen Tankstelle. Nur um ein Haar wurde die Zapfanlage verfehlt.

Das Feuerwehrfest war in diesem Jahr von reger Einsatztätigkeit überschattet. Starke Regenfälle führten zu einem raschen Anschwellen des Pegels der Schwechat. Am Samstag musste immer wieder der Wasserstand kontrolliert werden, um bei Hochwassergefahr rasch reagieren zu können. Beim Festakt am Sonntag wurden EOBI Viktor Schindler und EV Ernst Hula für ihre langjährige Tätigkeit von der Gemeinde mit der goldenen Verdienstmedaille ausgezeichnet.

Zu einer Leichenbergung am Wiener Neustädter Kanal wurde im Juni alarmiert. Offenbar war ein Radfahrer der Nacht vom dortigen Radweg abgekommen und dann ertrunken.

2007

Der Name Kyrill ist wohl noch vielen Menschen in Erinnerung, so auch der Feuerwehr Tribuswinkel. Der als Jahrhundertsturm bekannte Orkan richtete auch in Tribuswinkel einigen Schaden an. Zu insgesamt sechs Einsätzen musste die FF Tribuswinkel ausrücken, im ganzen Jänner waren es sogar elf an der Zahl.

Ein etwas skurriler Arbeitsunfall erforderte im April die Unterstützung der Feuerwehr. Bei Verkabelungsarbeiten wurde einem Bauarbeiter der rechte Daumen abgetrennt. Da dieser unauffindbar war, forderten die Sanitäter die FF Tribuswinkel für eine Suchaktion an. Tatsächlich konnte der Daumen ca. 50 Meter vom Unfallort entfernt gefunden werden.

Im Mai fand das 25. Tribuswinkler Feuerwehrfest statt, welches auch zum Anlass genommen wurde, das 135-jährige Bestehen der Wehr zu feiern. Es war ein schönes Fest, zahlreiche Gäste von Nah und Fern kamen gern, um mit der Feuerwehr Tribuswinkel zu feiern.

Zu einem tragischen Einsatz wurde die Feuerwehr im Juni alarmiert. Bei einem schweren Verkehrsunfall kam ein 39-jähriger Fahrzeuglenker auf der B210 ums Leben. Die Wiederbelebungsversuche von Feuerwehr und Rettung blieben leider ohne Erfolg.

Eine groß angelegte Unterabschnittsübung mit sechs weiteren Feuerwehren und insgesamt 117 Feuerwehrleuten fand im September am Gelände der Nagel Austria GmbH im Betriebszentrum statt. Übungsannahme war eine Explosion im Inneren des Gebäudes.

Hochwasseralarm an der Schwechat, das stand im September auf der Liste der Einsätze. Die anhaltenden Regenfälle führten zu einem starken Anstieg des Pegels.

2008

Emma – das war der Name eines Orkanes, der der Feuerwehr Tribuswinkel im März gleich neun Sturmeinsätze bescherte. Unter anderem drohte im Betriebsgebiet das Dach einer großen Werkshalle abgetragen zu werden.

Gleich vier Kameraden feierten im April im Feuerwehrhaus ihren 60. Geburtstag. Unter den zahlreichen Mitgliedern fanden sich auch einige Ehrengäste, um den Jubilaren Ernst Hula, Ferdinand Bartmann, Franz Glanner und Werner Alland zu gratulieren.

Eine groß angelegte Übung fand im Mai statt, dieses Mal gemeinsam mit der FF Baden-Leesdorf. Annahme war ein schwerer Verkehrsunfall mit einem Lkw und zwei Pkw, bei dem mehrere Personen in ihren Fahrzeugen eingeklemmt wurden.

Ein neues (gebrauchtes) Tanklöschfahrzeug, ein Mercedes-Benz 1017, wurde im August angeschafft, mit einem neuen Aufbau versehen und schließlich in Betrieb genommen. Der Fokus wurde bei diesem Fahrzeug ganz auf Brandeinsätze gerichtet. So wurde es unter anderem gleich mit zwei Schnellangriffseinrichtungen, bestehend aus jeweils einem HD-Strahlrohr mit je 60 Meter Schlauch ausgestattet.

127 Blutspender – so viele, wie noch nie zuvor – das war die Bilanz der Blutspendeaktion im September des Jahres.

2009

Ein Autofahrer, der sich mit seinem Fahrzeug offenbar auf den Radweg verirrt hatte, war der Grund für einen etwas ungewöhnlicheren Einsatz im Jänner. Er dürfte in der Dunkelheit vom Radweg abkommen sein und stürzte mit seinem Fahrzeug in den Kanal. Zur Bergung des PKWs wurde ein Kranfahrzeug der Feuerwehr Möllersdorf als Unterstützung hinzugezogen.

Im Februar wurde ein neuer hydraulischer Rettungssatz für das TLF-A 3000 angeschafft. Dieser ersetzte den bestehenden Rettungssatz, der bereits 18 Jahre im Einsatz war. Eine weitere Neuerung im Jahr 2009 war der Beginn der teilweisen Umstellung auf das digitale Funksystem. Der Grundstein dafür wurde mit drei Geräten gelegt.

Im Rahmen von Bauarbeiten am neuen Fleischzerlegebetrieb im Betriebszentrum kam es im März zu einem Brand in einer Zwischenwand. Dieses Mal noch unterstützt durch die Wärmebildkamera der Feuerwehr Möllersdorf, wurde im Juli dann die feuerwehreigene Wärmebildkamera in Betrieb genommen. Dieses Gerät wurde vom Land NÖ gefördert und soll allen Feuerwehren des Abschnittes zur Verfügung stehen, sofern im Einsatzfall Bedarf besteht.

Ein Schadstoffeinsatz sorgte im April für umfangreiche Einsatztätigkeit. In Folge eines technischen Gebrechens bei einem Tankfahrzeug traten im Betriebsgebiet große Mengen von Altöl aus und bildeten dort eine ca. 150 m² große Lacke. Das Anlegen eines Sperrwalls aus Ölbindemittel verhinderte ein weiteres Ausbreiten des ausfließenden Öls, anschließend konnte mit der Entfernung begonnen werden.

Im September kippte der Anhänger eines Lkw beim Abladen in einen Förderschacht des neuen Biomassekraftwerkes. Im Rahmen eines mehrstündigen Einsatzes, bei dem Unterstützung in Form des Kranfahrzeuges der FF Mödling angefordert wurde, gelang es, den Anhänger zu bergen.

Zu einem Unfall zwischen einem Pkw und einem Triebfahrzeug der Lokalbahn kam es im Dezember dieses Jahres. Offenbar hatte der Lenker das Rotlicht beim Bahnübergang übersehen und es kam zum Zusammenstoß.

2010

Zu einem etwas heitereren Einsatz wurde die Feuerwehr Tribuswinkel im Jänner alarmiert. Offenbar hatte sich eine Meise in ein Verkaufslokal verirrt und sorgte dort für Aufregung. Das Tier wurde eingefangen und im Freien wieder ausgelassen.

Im April kam es in der Badener Straße zu einem Wohnungsbrand in einer Wohnhausanlage. Von den dortigen Nachbarn wurde starker Rauchaustritt aus einem Fenster bemerkt. Nach Aufbrechen der Wohnungstür konnte unter Atemschutz mit den Löscharbeiten begonnen werden.

Im Mai brach eine große Gruppe der Feuerwehr Tribuswinkel zur Partnerfeuerwehr nach Traunkirchen auf. Diese feierte ihr 140-jähriges Bestehen und zu diesem Anlass fand dort ein großes Zeltfest mit „Einsatznachmittag“ und einem abendlichen Festakt statt.

Eine ganze Reihe von Pkw-Bergungen gab es in diesem Jahr in der berüchtigten „Aumannkurve“ zwischen Schwechat und Hörmbach.

Unmittelbar zum Jahreswechsel ereilte die Kameraden eine traurige und erschütternde Nachricht. Kamerad Thomas Hagemayer ging auf dem Weg zu einem Brandeinsatz im Alter von nur 45 Jahren plötzlich und unerwartet von uns.

2011

Im Jänner wurde in der Feuerwehr Tribuswinkel, wie alle fünf Jahre, eine Mitgliederversammlung mit Wahl von Kommandant und Kommandantstellvertreter abgehalten. Zum Kommandanten neu gewählt wurde Gerhard Bartl. Georg Trimmel, bisheriger Kommandant, zog sich in die zweite Reihe zurück und wurde zum Stellvertreter gewählt. Im Anschluss an die Wahl wurde Stefan Babler zum Leiter des Verwaltungsdienstes ernannt.

Beim diesjährigen Feuerwehrfest wurde ein neues Fahrzeug in Dienst gestellt. Es handelt sich dabei um ein Kranfahrzeug Mercedes-Benz Zetros, einen Off-Road-Truck. Das Allrad-Haubenfahrzeug basiert auf einer bewährten Fahrwerks- und Antriebstechnologie und ist speziell für die spezifischen technischen Anforderungen von Feuerwehren und Hilfsorganisationen entwickelt worden.

Ein Schadstoffeinsatz sorgte im August am Vorabend des Tribuswinkler Kirtages für rege Einsatztätigkeit. Offenbar durch einen Bedienerfehler gelangten ca. 500 kg ungelöschten Kalks aus einem Lkw-Anhänger auf eine Betriebszufahrt. Beim Versuch, das Ladegut eigenhändig zurück zu schaufeln, zog sich der Fahrer schwere Verätzungen der Augen und Atemwege zu. Die Feuerwehr Tribuswinkel –unterstützt von der Feuerwehr Möllersdorf – stand bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz, um die Gefahr einer weiteren Ausbreitung der Substanz zu unterbinden.

 

"Edel sei der Mensch, hilfreich und gut".

Dieser Leitgedanke sei unserer Wehr auch für die Zukunft mit auf den Weg gegeben. Das unermüdliche Bestreben aller Wehrmänner, dem Nächsten in Not und Gefahr beizustehen, setzt zwar viel Idealismus voraus, doch gibt es keinen schöneren Lohn als die Erkenntnis, anderen helfen zu können. Möge die Jugend der Dienst für die Gemeinschaft stets begeistern, damit auch weiterhin der Idealismus in der Feuerwehr nicht erlischt.

Es lebe der Gendanke "Einer für Alle, Alle für Einen" in der Feuerwehr und in der Bevölkerung weiter!

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