Zu einem dramatischen Einsatz wurden wir am Freitagnachmittag, dem 3. Juli 2026 gerufen. Am späten Nachmittag schrillten die Sirenen mit der Alarmierung zu einem B2 – Gebäudebrand – Innenraum.
Bereits bei unserer Ankunft am Einsatzort stand der betroffene Bereich unter starker Rauchentwicklung. Unverzüglich starteten unsere Atemschutztrupps einen umfassenden Löschangriff mit mehreren C-Rohren. Da zum Zeitpunkt des Brandausbruchs niemand zu Hause war, konnte bezüglich der Bewohner glücklicherweise schnell Entwarnung gegeben werden. Denoch musste das gesamte Haus intensive Durchsucht werden.
Der Hintergrund der Abwesenheit ist jedoch besonders tragisch: Die fünfköpfige Familie hatte den Tag gemeinsam den erfolgreichen Schulabschluss gefeiert. Bei ihrer Heimkehr standen sie nun vor den Trümmern ihrer Existenz.
Dramatische Tierrettung aus dem verrauchten Gebäude
Während des Erstangriffs stellte sich heraus, dass sich noch die Haustiere der Familie im Gebäude befanden. Unter Atemschutz drangen unsere Einsatzkräfte in das verrauchte Reihenhaus vor. Es gelang uns, mindestens zwei Katzen sowie weitere Kleintiere rechtzeitig aus der Gefahrenzone zu retten. Alle Tiere überstanden den Vorfall und konnten an Nachbarn übergeben werden.
Hoher Sachschaden und unbewohnbares Wohnhaus
Das Feuer richtete im Bereich der Terrasse und des Wohnzimmers verheerende Schäden an. Durch die enorme Rauch- und Rußentwicklung wurde das gesamte Reihenhaus derart schwer in Mitleidenschaft gezogen, dass es vorerst unbewohnbar ist. Nach dem erfolgreichen Löschen der Flammen setzten wir Hochleistungslüfter ein, um die giftigen Rauchgase komplett aus den Wohnräumen zu drücken.
Nachdem unser Kommandant und Einsatzleiter, HBI Georg Trimmel, „Brand aus“ vermelden konnte, übernahm die Polizeiinspektion Baden mit einem Brandermittler die Brandursachenermittlung vor Ort. Personen wurden bei dem Einsatz zum Glück nicht verletzt.
Wort des Einsatzleiters: „Der Einsatz hat gezeigt, wie wichtig das schnelle und koordinierte Handeln aller Rettungskräfte ist. In kürzester Zeit konnten wir das Feuer unter Kontrolle bringen und Tiere retten. Das Schicksal der betroffenen Familie, die an einem Tag der Freude alles verloren hat, macht uns alle tief betroffen. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind in dieser schweren Zeit bei ihnen.“
Die Freiwillige Feuerwehr Tribuswinkel bedankt sich herzlich bei der Freiwilligen Feuerwehr Oeynhausen, der Polizei, der Rettung sowie allen weiteren beteiligten Einsatzorganisationen für die wie gewohnt professionelle und reibungslose Zusammenarbeit bei diesem Einsatz.
Text: Daniel Bartmann, Fotos: Stefan Schneider, Reinhard Kornig, Christian Pokernus














